Lokales

Mit dem "Singlepin" zum Traumpartner?

ESSLINGEN Kontaktanzeige, Tanzcafe, Internetflirt, oft ausgehen Uwe Lindner aus Esslingen hat nichts ausgelassen, um seine Traumfrau zu finden. Ohne Erfolg. Nun hat der 48-Jährige eine seiner Ansicht nach alltagstaugliche und effektive Methode entwickelt, die nicht nur ihm zu einer Partnerschaft verhelfen soll: den Singlepin.

Anzeige


Der kleine Anstecker mit dem verschnörkelten "S" in Herzform soll zum Erkennungszeichen für alle werden, die noch auf der Suche sind. Seit der Trennung von seiner Frau vor vier Jahren beschäftigt sich Uwe Lindner intensiv mit dem Thema "Single". Er kenne sämtliche in der Esslinger Stadtbücherei verfügbare Fachliteratur, die sich mit dem Thema "Partnerschaft" beschäftigt, sagt der 48-Jährige, der gut zehn Jahre jünger aussieht. Auch im Internet hat er recherchiert und alles gelesen, was ihm in die Finger kam. Seine Erkenntnis nach der Lektüre, die sich mit seiner eigenen Erfahrung deckt: "Theoretisch ist die Chance sehr groß, einen Partner zu finden, praktisch gestaltet sich die Suche aber sehr schwierig", sagt der Esslinger. Deprimiert hat ihn das dennoch nicht. "Erfolg ist das Ergebnis eigener Leistung", ist er überzeugt, und auch wenn dieses Motto sich sehr geschäftlich anhört, glaubt er doch, dass ihm mit dieser Einstellung irgendwann die große Liebe über den Weg läuft.


Als gelernter Maschinenbautechniker, der zurzeit auf Jobsuche ist, sei er es gewohnt, die Dinge analytisch anzugehen: "Gibt es ein Problem, suche ich eine einfache und gute Lösung." Im Fall seines Partnerschaftsproblems ist das der von ihm erfundene und gestaltete "Singlepin". Den Anstecker mit Goldrand findet Lindner so schön, dass er sich durchaus vorstellen kann, dass man ihn als Schmuckstück auch weiterverschenken kann. Sollte der Beschenkte bereits liiert sein und den Sticker dennoch am Kragen tragen, besteht keine allzu große Gefahr, dass sogleich das große Baggern beginnt. Denn noch kennt kaum einer die Botschaft des Stickers. Doch Uwe Lindner hofft, dass sich das bald ändert. Er wünscht sich, dass der Sticker irgendwann "Standard wird in Deutschland". Zu dem so genannten "Sympathyset" Lindner hat sich alle Namen für seine Erfindungen beim Patentamt sichern lassen gehören zwei Sticker; ein roter für den Tag, ein weißer für nachts, weil der im Dunkeln besser zu sehen sei. Für 15 Euro pro Set (plus Versand) bekommen Singles außerdem die "Sympathycard", die aussieht wie ein Tischkärtchen und die der Partnersuchende dem oder der Ausgewählten mit Telefonnummer und was er sonst noch von sich preisgeben will zusteckt. "Solche Karten kann sich jeder auch selbst basteln", sagt Lindner, denn er wolle mit seiner Idee nicht das große Geld verdienen.


Der Vorteil des Stickers sei, erklärt Uwe Lindner, dass er auch im Alltag ohne viel Aufwand funktioniere. Somit müsse der Single nicht ausgehen, sich nicht chic machen, um einen möglichen Kandidaten zu treffen. Denn: Theoretisch könne der Traumpartner einem jederzeit begegnen, neben einem an der Ampel warten oder hinter einem beim Bäcker stehen. Seine Methode habe auch den Vorteil, dass Schummeln bei den eigenen Vorzügen kaum möglich ist. "Bei Internetchats oder Anzeigen geben sich Männer meistens größer aus, als sie in Wirklichkeit sind, und Frauen machen sich schlanker", meint Lindner, der ursprünglich aus dem Erzgebirge stammt. Ein bisschen Mut gehört dann aber auf jeden Fall dazu, denjenigen anzusprechen, der einem gefällt. Allzu oft dürften Singles nicht in diese Verlegenheit kommen, wenigstens dann nicht, wenn man der von Lindner zitierten Statistik glaubt: 50 000 Menschen müsste man angeblich gesehen haben, ehe einer darunter sei, der einen wirklich anspreche. Aber Uwe Lindner gibt die Hoffnung nicht auf. Und wenn er denn erst einmal bei der Sendung "Herzblatt" auf dem Hocker sitzt auf die Warteliste hat er es immerhin schon geschafft , dann könnten angesichts eines Millionenpublikums seine Chancen explosionsartig ansteigen. Weitere Infos gibt es unter www.sympathyset.de

Uwe Lindner will Logo bekannter machen.