Lokales

Mit dem Zebra sicher zur Schule

Erstklässler bekamen bei Verkehrssicherheitstag Tipps für den Straßenverkehr

Beim Verkehrssicherheitstag an der Ötlinger Eduard-Mörike-Schule am Samstag lernten Erstklässler und ihre Eltern, was sie im Straßenverkehr beachten müssen.

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Giew Maschajechi

Kirchheim. Richtig aufgeregt waren die Erstklässler, als sie auf dem großen Teppich Platz nahmen, der in der Turnhalle der Eduard-Mörike-Schule ausgelegt war. Als dann noch eine echte Polizistin, Polizeimeisterin Swantje Herzig von der Polizeidirektion Esslingen, Fachgebiet Prävention, den Raum betrat, strahlten die Gesichter der Erstklässler. Zusammen mit dem Maskottchen der Verkehrserziehung, dem kleinen Zebra, erklärte sie den Kindern, wie sie sicher über die Straße kommen und spielte gefährliche Situationen im Straßenverkehr nach. Schnell hatten die jungen Verkehrsteilnehmer den wichtigsten Grundsatz verinnerlicht. „Gucken, gucken, gucken“ schallte es Swantje Herzig entgegen, als sie die Frage stellte, was man tun müsse, wenn man eine Straße überquere.

Weil aber auch Eltern als Autofahrer am Straßenverkehr beteiligt sind und durch richtiges und rücksichtsvolles Verhalten viel für die Sicherheit der Kinder tun können, gab es von Werner Wiesenfahrt, Leiter der ADAC-Fahrsicherheitsprogramme in Baden-Württemberg, Tipps. Es sei wichtig, dass sich auch die Eltern als Autofahrer richtig verhielten, denn die Mehrzahl der Kinder verunglücke im Auto der Eltern. Zwar gingen besonders in Baden-Württemberg die Unfallzahlen stetig zurück, doch Unfälle werde es immer geben. „Wir müssen unser Möglichstes tun, um sie zu reduzieren“. Ganz wesentlich sei der Vorbildcharakter der Erwachsenen für die Kinder. Hinzu komme, dass Kinder Entfernungen und Geschwindigkeiten von sich nähernden Fahrzeugen noch nicht einschätzen könnten und sich so in Gefahrensituationen begäben, unterstrich der Verkehrssicherheitsexperte.

Die Einbindung der Eltern in die Verkehrserziehung sieht auch Friedemann Korn, Schulleiter der Eduard-Mörike-Schule, als wichtigen Bestandteil der Aktion an. „Eltern können schon im Schulumfeld viel für die Sicherheit der Kinder tun.“ So sollten sie, wenn sie ihre Kinder schon mit dem Auto zur Schule brächten, das Halteverbot beachten. Denn wenn die Kinder zwischen parkenden Autos hindurchlaufen müssten, berge dies große Gefahren. Zum einen sähen die Kinder aufgrund ihrer Körpergröße nicht über die parkenden Autos hinweg, zum anderen würden sie auch selbst schlechter oder zu spät gesehen.