Lokales

Mit der "Albwind" den Aufwärtstrend fortsetzen

Im November 2003 von 25 Segel- und Wassersportbegeisterten mit kaum mehr als einem Konzept gegründet, entwickelte sich der Yachtclub unter Teck blitzschnell. Nun, so wurde jüngst bei der Mitgliederversammlung bekannt, hat der Verein 214 Mitglieder und ständig kommen weitere hinzu.

KIRCHHEIM Allein im Jahre 2005 sind dem Verein schon 73 neue Mitglieder beigetreten. "Ein Grund ist sicher die gute und relativ sehr günstige Ausbildung", sagte der Vorsitzende Rainer Jüttner. In diesem Jahr haben wieder 29 Personen ihre Ausbildung begonnen. Einigen ist der Weg von Stuttgart, Reutlingen, ja sogar Waiblingen nicht zu weit, zumal die Mitglieder auch zum Teil auf den Vereinsschiffen ausgebildet werden, auf denen sie später segeln oder Motorboot fahren. So kamen auch zur Mitgliederversammlung in der Zehntscheuer 69 Mitglieder. Wieder im Angebot ist die Ausbildung zum amtlichen Sprechfunkzeugnis SRC. Bei dem am 12. März beginnenden Kurs sind für Kurzentschlossene noch fünf Plätze frei. Schulungsort ist die Zehntscheuer in Nabern.

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Rainer Jüttner legte in seinem Jahresbericht die Entwicklung und die Aktivitäten des Yachtclubs dar, vor allem auch die Entwicklung und Anpassung des Schiffsbestandes. Noch im Juli 2004 war sich der Vorstand sicher, dass mit der Anschaffung des vierten Segelschiffes ausreichend Kapazität für ein paar Jahre vorhanden sei. Schon im Oktober wurde deutlich, dass dies ein Irrtum war. Auf der Suche nach einem Schiff, das von der Größe vergleichbar mit der "Teck", einem 10-m-Schiff war, wurden verschiedene Gebrauchtschiffe angeschaut. Wie schon vor der Anschaffung der damals werftneuen "Teck", wiederholten sich die Erfahrungen, dass für teilweise mangelbehaftete Schiffe viel Geld verlangt wurde. Wieder wurde deutlich, dass an einem werftneuen Schiff kein Weg vorbei gehe. Just in diesem Augenblick brachte eine süddeutsche Werft ein 30-Fuß-Schiff zu einem sehr günstigen Preis auf den Markt. Obwohl von dem Schiff nur viel versprechende Pläne existierten und das erste Schiff im März 2005 die Werft verlassen wird, bestand nach kurzer Diskussion und Finanzplanung die Gewissheit, dass das Schiff bezahlbar und genau das Richtige ist.

"Albwind", so der von den Mitgliedern beschlossene Name, wird im Juni oder Juli ausgeliefert und auch getauft werden. Zur Finanzierung muss der Yachtclub von der "Sibylle von der Teck", die erst im März 2004 gekauft wurde, Abschied nehmen. Sie wird, wenn sich nicht zuvor ein privater Käufer findet, in Zahlung gegeben. Im Jahr 2006 soll dann noch die "Limburg", mit 6,00 m das kleinste Schiff, durch ein Schiff um 7,50 m ersetzt werden, eventuell auch das Motorboot.

Die Richtigkeit des Kaufs des neuen Schiffes bestätigte sich nach der Mitgliederversammlung, als die Mitglieder dann erstmals für das Jahr 2005 ihre Charterbuchungen tätigen konnten. Die Nachfrage nach den beiden großen Schiffen in der Zeit zwischen Juni und September war so groß, dass zum Teil das Los entscheiden musste, wer das jeweilige Schiff bekommt. Auch wenn es an dem primären Wunschtermin nicht immer ging, auch das Wunschschiff nicht immer zu bekommen war, so fand doch jedes Mitglied noch ein Schiff und Charterzeiten. Auch sind immer noch einige Zeiten frei, so in den Pfingst- oder Sommerferien.

Neu ist ein Yachtclub interner Regattapokal. Teilnehmen können alle Mitglieder, die an irgendwelchen Regatten teilnehmen. Gewertet werden die besten drei Ergebnisse. Wer nach einer festgelegten Berechnungsformel am Ende die meisten Punkte hat, bekommt auf der Saisonabschlussfeier den Wanderpokal verliehen.

Lob gab es noch einmal für den Beitrag des Yachtclubs zum letztjährigen Naberner Kinderferienprogramm, einem Bodenseetörn von Gohren ins Sea Life Center nach Konstanz und zurück. In diesem Jahr wird Mitte September für die vereinseigene Jugend eine zweitägige Veranstaltung nach Bregenz mit dem Besuch der Adlerwarte auf dem Pfänder stattfinden. Im Sommerferienprogramm wird es voraussichtlich am Max-Eyth-See in Stuttgart auf mehreren Optis ein Schnuppersegeln geben, bei dem die Kinder die Optis unter Aufsicht selbst segeln lernen. "Auf jeden Fall wird es wieder ein interessantes und spannendes Jahr werden, das bestimmt noch manche Überraschung mit sich bringen wird", schloss Rainer Jüttner die Mitgliederversammlung.

jh