Lokales

Mit Dixie- und Swing-Klassikern alten "Wusler-Geist" belebt

KIRCHHEIM Es war ein toller Abend im Bastion-Gewölbe und ein erfolgreiches Benefizkonzert. Die "Greyhound Jazzmen" knüpften mit großer Spielfreude an den "alten Geist" der legendären Kirchheimer "Dixie Wusler" an und boten vor ausverkauftem Haus Dixie- und Swing-

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RICHARD UMSTADT

Klassiker aus den 20er- und 30er-Jahren vom Feinsten. Mit der Besetzung drei Bläser plus Rhythmusgruppe nahmen die "Greyhound Jazzmen" den Revival Stil Louis Armstrongs aus den 40er- bis 60er-Jahren auf, wobei an Stelle der Bass-Tuba der Kontrabass, bravourös gespielt von Niklas Deeg, den "Grundteppich" legte. Wie Deeg bewiesen auch Manfred Schüttel, Klarinette und Gesang, Rudolf Abele an der Posaune, Eric Bianc, Trompete und Gesang, sowie Martin Schempp am Banjo und "Karle" Geiger hinter dem Schlagzeug, dass sie nicht nur ihre Instrumente beherrschen, sondern auch brillant im freien Improvisieren sind. Jedenfalls sprang der Funke auf das Publikum über, das immer wieder begeistert einzelne Soli mit Beifall quittierte.

Schlagzeuger "Karle" Geiger hatte zu Beginn des Konzert in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Vereins "Hilfe für Kinder und Familien in Ungarn" gemeinsam mit Istvan Frei die Not der Waisenkinder und Pflegefamilien sowie die Vereinsaktivitäten in und um Szekszard sowie die Unterstützung durch die Mevaco-Stiftung beschrieben. Geigers Dank galt der Bastion, die sich sofort bereit erklärte hatte, den Keller zur Verfügung zu stellen. Des Weiteren dankte der Vereinsvorsitzende und Vollblutmusiker aber auch den Organisatoren und den Gästen, die mit ihrem Eintritt und Spenden das Benefizkonzert zu einem Erfolg werden ließen. Insgesamt können Stiftung und Verein 1 800 Euro zu 100 Prozent nach Ungarn überweisen. Gemeinsames Ziel der Mevaco-Stiftung und des Vereins ist es, Waisenkindern ein neues Zuhause zu geben. Unterstützt werden Familien, die mindestens drei Pflegekinder, insbesondere aber auch behinderte Kinder, erziehen.