Lokales

Mit Fachkenntnis und Engagement

Voller Tatendrang gingen am Samstagnachmittag die Jugendfeuerwehren der Abteilungen Kirchheim, Jesingen, Lindorf, Nabern und Ötlingen bei ihrer Hauptübung an der Volksbank Kirchheim zu Werke. Der Feuerwehrnachwuchs zeigte sich dabei von seiner besten Seite.

KARL STOLZ

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KIRCHHEIM

Durch die Brandmeldeanlage in der Volksbank Kirchheim am Marktplatz alarmiert wurde die Jugendfeuerwehr Kirchheim. Nach Eingang der Meldung "Brand 3 im Obergeschoss" rückte gemäß Alarmplan ein Löschzug der Abteilung Kirchheim bestehend aus Einsatzleitwagen 1, dem Löschfahrzeug 16/12, der Drehleiter 23/12, ergänzt durch das Tanklöschfahrzeug 20/30 der Abteilung Jesingen aus.

Beim Eintreffen am Einsatzort stellte man Rauchaustritt aus den Fenstern im ersten Obergeschoss und sichtbares Feuer fest. Des Weiteren machten sich Personen an Fenstern sowohl im ersten als auch im zweiten Obergeschoss hilfesuchend bemerkbar. Durch starken Brandrauch war ihnen der Fluchtweg über das Treppenhaus versperrt. Dies veranlasste den Einsatzleiter Stefan Scherer unverzüglich, die Löschfahrzeuge der Abteilungen Lindorf, Nabern und Ötlingen nachzufordern.

Von Übungsbeginn an wurden die Zuschauer, unter ihnen Stadtbrandmeister Roland Schultheiß, die Abteilungskommandanten, Kreisjugendleiter Uwe Steck und mehrere Stadträte, von Andreas Schwarz nicht nur über den Übungsablauf selbst, sondern auch detailliert über die Jugendfeuerwehr informiert.

Mit großem Engagement ging der Feuerwehrnachwuchs die gestellten Aufgaben an und zeigte dabei seinen guten Ausbildungsstand. Oberste Priorität hatte zunächst die Rettung der eingeschlossenen Personen. Dies war Aufgabe der Besatzung des LF 16/12, deren Angriffstrupp unter Atemschutz ins Gebäudeinnere vordrang. Gleichzeitig wurde eine Wasserversorgung zum Löschfahrzeug aufgebaut und von der Drehleiter die Eingeschlossenen des zweiten Obergeschosses in Sicherheit gebracht. An die Einsatzkräfte des Tanklöschfahrzeuges 20/30 erging zum einen der Befehl, sich ebenfalls mit Atemschutz auszurüsten und in Zusammenarbeit mit dem Angriffstrupp des LF 16/12 die Menschrettung vorzunehmen und zum anderen, den Sicherungstrupp für die im Gebäudeinneren befindlichen Atemschutzträger zu stellen.

Aufgabe der Jugendfeuerwehr der Abteilung Ötlingen war es, die Wasserversorgung für die Drehleiter und ihr eigenes Löschfahrzeug sicherzustellen, während Einsatzkräfte der Abteilung Lindorf und Nabern die Personen in ersten Obergeschoss rasch über Steckleitern in Sicherheit zu bringen hatten. Nachdem alle eingeschlossenen Personen außerhalb des Gefahrenbereichs waren, galt es das Feuer zu löschen, was dem gezielten Vorgehen aller Abteilungen auch rasch gelang. Einziger Wehrmutstropfen: Vom Leistungsvermögen des Kirchheimer Feuerwehrnachwuchses hätten sich mehr Zuschauer überzeugen können.

Bei der anschließenden Übungsbesprechung zeigte sich Stadtbrandmeister Roland Schultheiß voller Lob über den Ablauf der Hauptübung. "Es ist doch schön zu sehen, mit welchem Eifer die Jugendlichen bei der Arbeit sind. Denn ohne Jugendarbeit ist eine leistungsfähige aktive Wehr kaum möglich." Derzeit gehören den fünf Abteilungen 89 Jugendliche, darunter 20 Mädchen, an. Es war dem Stadtbrandmeister ein besonderes Anliegen Dank zu sagen, einmal bei der Volksbank Kirchheim für die Bereitstellung des Übungsobjekts und zum anderen beim Feuerwehrnachwuchs, deren Jugendleitern und den Abteilungskommandanten, verbunden mit dem Wunsch "Macht weiter so".