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Mit "Flashing Winds" einen zweiten Preis erhalten

Das vierte Welt-Jugendmusik-Festival in Zürich ist für das Jugendblasorchester Notzingen-Wellingen ein Erfolg gewesen. Mit über 4300 Teilnehmern aus der ganzen Welt Ensembles beispielsweise aus China, Russland, Kanada, Israel und Kolumbien waren dabei handelt es sich bei dieser Veranstaltung um einen Wettbewerb auf höchstem internationalen Niveau.

NOTZINGEN Für ein Jugendblasorchester aus einer kleinen Gemeinde wie Notzingen ist es ein riesiges Erlebnis, an so einer internationalen Großveranstaltung teilzunehmen. Nach 1999 waren die Jugendmusiker aus Notzingen und Wellingen am vergangenen Wochenende nun zum zweiten Mal in Zürich beim Welt-Jugendmusik-Festival und beteiligten sich am Konzertwettbewerb in Harmoniebesetzung in der Schwierigkeitsstufe A2.

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Bestens gelaunt und voller Vorfreude reisten die jungen Musiker und ihre Begleitpersonen am Freitagmittag nach Zürich. Bei der Ankunft wurden sie schon von ihrer Betreuerin Susanne Walther auf dem Busparkplatz erwartet. Während die Betreuer die Ankunft des Orchesters beim Organisationskomitee meldeten, die Festivalkarten und die Verpflegungsgutscheine besorgten und sonstige Formalitäten klärten, blieb kurz Zeit für die ersten Smalltalks mit anderen Orchestern. Weiter ging es zum Schlafquartier, dem Schulhaus Buhnrain in Zürich-Seebach. Hier wurde die untere Turnhalle, ausgestattet mit Feldbetten, das Basislager für die nächsten zwei Tage. Direkt daüber hatte sich das Orchestra Vilnius aus Litauen eingerichtet.

Ohne Pause stand sofort der erste Programmpunkt an, die Eröffnungsfeier im Stadion "Letzigrund". Mit dem Einmarsch fast aller 85 beteiligten Orchester und Bands aus 25 Ländern bekam jeder einen Vorgeschmack, was ihn in den nächsten Tagen erwartet: eine bunte Mischung der verschiedensten Musikrichtungen aus den unterschiedlichsten Kulturen. Von Marschmusik und Folklore über Big Band bis hin zu sinfonischer Blasmusik wurde alles geboten. Angeführt vom jüngsten Musiker Simon wurde auch das Jugendblasorchester Notzingen-Wellingen beim Einmarsch vom Züricher Publikum im Stadion mit Beifall begrüßt.

Am Samstagvormittag hatte die Kapelle ihren Wettbewerbsauftritt. Sehr früh mussten sie deshalb zum Frühstück in die Eishalle Oerlikon aufbrechen. Nach einer letzten Einspielprobe ging es gespannt und hoch motiviert in den Konzertsaal. Mit dem Selbstwahlstück "Flashing Winds" von Jan Van der Roost und dem Pflichtstück "Just In Time" von Christoph Walter stellte man sich der international besetzten Jury, in der so renommierte Persönlichkeiten wie der britische Komponist Philip Sparke saßen. Nach einem wirklich gelungen Vortrag konnten die Jungmusiker deutlich entspannter und mit einem strahlenden Gesicht die Bühne verlassen. Mit Spannung erwarteten sie die Wertung. Kurze Zeit später wurde die erreichte Punktzahl für jedes der beiden Stücke mit einem Overhead-Projektor im Konzertsaal bekannt gegeben. Mit 281 von 360 Punkten und einem zweiten Preis in der Schwierigkeitsstufe A 2 erreichten sie ein sehr gutes Ergebnis. Im Vergleich zum Ergebnis von 1999 mit 260 Punkten konnte also eine Steigerung von 21 Punkten erzielt werden. Neben dem Jugendblasorchester Notzingen-Wellingen nahm nur noch ein weiteres deutsches Blasorchester in der Schwierigkeitsstufe A 2 teil: das Sinfonische Blasorchester Bobingen, es erreichte 238 Punkte. Die Plätze eins bis drei konnten Schweizer Orchester belegen: Knabenmusik Bern, Junge Feldmusik Willisau und Jugendblasorchester Schüpfheim.

Am Nachmittag gestaltete das Notzinger Jugendblasorchester gemeinsam mit dem belgischen Orchester Jeugdharmonie Sint Denijs ein Platzkonzert auf dem Marktplatz in Zürich-Oerlikon. Gut gelaunt und frisch gestylt ging es dann am Abend zur Youth Music Party in der Maag Event Hall. Perfektes Entertainment durch die Big Band der Jugendmusik Zürich 11 und einer Drum & Dance Show sorgten für eine fantastische Stimmung im Publikum. Später übernahm ein DJ und legte die aktuellen Hits auf. Alle feierten in überschwänglicher Freude und vor allem in einem friedlichen Miteinander bis in den frühen Morgen.

Am Sonntag fuhren die Schwaben mit der Straßenbahn an den Hauptbahnhof und erhielten von der Schweizer Betreuerin eine Führung durch die Innenstadt und an den Züricher See. In der Fraumünsterstraße konnten sie noch den Marschmusikwettbewerb verfolgen. Nach einer Rast im Festzelt am Münsterhof ging es dann zum Chilbibetrieb am Sechseläutenplatz. Abschluss eines ereignisreichen Wochenendes war die Rangverkündigung und die Verleihung der Urkunden in der Eishalle Oerlikon.

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