Lokales

Mit „Grombira ond Obscht“ dem Besucherrekord nahe

85 038 Gäste besuchten 2008 das Freilichtmuseum Beuren – 457 „hautnahe“ Aktionen für Jung und Alt

Geschichte zum Anfassen – dieses Angebot des Freilichtmuseums des Landkreises Esslingen nahmen in der Saison 2008 wieder viele Tausend Besucher wahr. „85 038 Gäste besuchten in den gut 32 Wochen der Saison unser Freilichtmuseum, damit sind wir ganz nah an den Besucherrekord des vergangenen Jahres mit 86 985 Gästen herangekommen“, hat sich Landrats-Vize Matthias Berg gestern Abend bei der Saisonabschlussfeier in der Beurener Kelter gefreut.

Beuren. Gerade im Hinblick auf ein hautnahes Erleben von Geschichte sind die Aktionsangebote für Kinder-, Jugend- und Erwachsenengruppen gefragt. Ob „Wasser im Dorf“, „Vom Korn zum Brot“, „Vom Schaf zur Wolle“, „Feuer machen wie vor 200 Jahren“ oder „Küche, Kochtopf, Tischgebet“, bei solchen Aktionsangeboten musste selbst angepackt werden. 457 museumspädagogische Aktionen wurden gebucht. Außerdem betreuten die Museumsführerinnen und -führer 426 Gruppen. Damit nutzten rund 18 000 Personen die vielfältigen Gruppenangebote. Über so viel Erfolg freute sich auch der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, Franz Scholz. Die Kreissparkasse sponsert im dritten Jahr die kulturelle Einrichtung des Landkreises Esslingen.

Aus dem Veranstaltungskalender 2008 wurden besonders gerne Termine rund um „Grombira ond Obscht“ wahrgenommen. Unter der Überschrift „Grombira ond Obscht“ fasste Museumsleiterin Steffi Cornelius die vielfältigen Veranstaltungen rund um die Geschichte der Ernährung zusammen. Museumsäcker und -gärten, Streuobstwiesen und die Tierhaltung auf dem Museumsgelände machen es möglich, ländliches Leben vergangener Tage dadurch anschaulich zu beleuchten. „Besonders groß war das Interesse an dem neu angelegten Schauacker, auf dem erstmals Quinoa, Amaranth, Buchweizen, Hirse, Soja, Raps, Erbsen und Lupinen angebaut wurden, besonders wichtig für alle, die an einer chronischen Glutenüberempfindlichkeit, Zöliakie, lei­den“, erläuterte die Museumsleiterin.

Als Publikumsmagneten erwiesen sich in der Saison 2008 auch die vier traditionsreichen Veranstaltungen, die Schäfertage im April, das Museumsfest des Fördervereins im Juni, das Oldtimertreffen im August und das Mostfest im Oktober. Diese Veranstaltungen zogen zusammen rund 26 000 Gäste ins Freilichtmuseum. Die Köhlertage, neu im Programm, gehörten ebenso zu den herausragenden Veranstaltungen. Hier konnte das Freilichtmuseum einen der letzten Köhler Süddeutschlands für die Demonstration der langwierigen Herstellung von Kohle aus Holz gewinnen. Diese Arbeit wurde im Internet in einem online-Köhlertagebuch auf der Homepage des Freilichtmuseums dokumentiert.

Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Freilichtmuseums wurden bei den Sonderaktionen von den Mitgliedern des Fördervereins und weiteren Ehrenamtlichen unterstützt. „Dank des großen Engagements von Einzelpersonen, Gruppen und weiteren Vereinen, die sich für die Alltagsgeschichte der Gegend begeistern, kön­nen Programm und laufendes Angebot des Freilichtmuseums des Landkreises kontinuierlich ausgebaut werden“, betonte Museumsleiterin Steffi Cornelius.

Der Veranstaltungskalender, gedruckt in einer Auflage von 100 000 Exemplaren, war am Ende der Saison längst vergriffen. Zusätzlich wurden zu zehn Einzelveranstaltungen Programmflyer aufgelegt. Gerne nehmen die Museumsgäste auch die kostenlosen Infoblätter zu Alblinsen, Topinambur, Musmehl und Backen mit. Der Veranstaltungskalender 2009 erscheint im Januar. Buchungen für die Saison 2009 sind bereits möglich.

Während der Winterpause ist die Museumsverwaltung wie folgt erreichbar: Freilichtmuseum Beuren, Museumsverwaltung, In den Herbstwiesen, 72660 Beuren, Info-Telefon 0 70 25/9 11 90-0, Fax 0 70 25/9 11 90 10, E-Mail info@freilichtmuseum-beuren.de, weitere Informationen zum Freilichtmuseum gibt es auch im Internet: www.freilichtmuseum-beuren.de. Die neue Museumssaison startet am 1. April 2009. la

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