Lokales

Mit Hanta im Klinikum

Einige Erkrankte stationär in Kirchheim und Nürtingen behandelt

Das Hanta-Virus breitet sich weiter aus. Insgesamt sind im Kreis Esslingen dieses Jahr schon 46 Fälle der von Mäusen übertragenen Krankheit regis­triert worden.

Anzeige

Bianca Lütz-Holoch

Kreis Esslingen. Anfang Juni berichtete der Teckbote über die steigende Zahl von Hanta-Virus-Patienten im Landkreis Esslingen. Die Pressestelle des Klinikums Kirchheim-Nürtingen hatte damals Entwarnung gegeben und angegeben, dass bis dato weder in Kirchheim noch in Nürtingen Hanta-Fälle stationär behandelt worden seien. Diese Information hat sich im Nachhinein jedoch als falsch erwiesen: Einige Teckboten-Leser teilten mit, dass sie dieses Jahr bereits selbst mit der Erkrankung in einem der beiden Häuser gelegen hatten.

Jetzt hat die Klinik ihre Aussage korrigiert: Im Klinikum Kirchheim-Nürtingen sind dieses Jahr bereits 14 Hanta-Fälle registriert worden, wie Pressesprecherin Iris Weichsel sagt. Es könne auch nicht ausgeschlossen werden, dass es darüber hinaus einige weitere Fälle der Krankheit gab, die lediglich unter „allgemeiner Viruserkrankung“ vermerkt wurden.

Unterdessen steigen die Zahlen der Hanta-Virus-Infektionen im Kreis weiter. Jede Woche registriert das Gesundheitsamt Esslingen zwei bis fünf neue Erkrankungen. Insgesamt sind im Kreis dieses Jahr bis jetzt 46 Fälle aufgetaucht. In ganz Baden-Württemberg sind es aktuell rund 600.

Übertragen wird das Hanta-Virus vor allem durch Kot, Urin und Speichel von Rötelmäusen und anderen Nagern. Die meisten Menschen infizieren sich durch das Einatmen erregerhaltigen Staubs. Deshalb rät das Gesundheitsamt zu Vorsicht bei Kontakt mit Mäusekot und Mäusenestern, etwa beim Putzen in Garagen und Kellern, oder bei der Beseitigung toter Nager.

Anzeichen für eine Erkrankung sind plötzliches Fieber und grippeähnliche Symptome. Zudem kann es zu Nierenfunktionsstörungen, Blutungsneigung und Blutdruckabfall kommen.