Lokales

Mit Kreide, Weihrauch und Spendenkässchen auf Sternenwanderschaft

"Dek mii sitti riak rong Kinder haben eine Stimme", lautet das Motto der diesjährigen Aktion Sternsingen: Bundesweit setzten sich die "kleinen Könige" damit für die Einhaltung der Kinderrechte ein.

ANJA WEISSINGER

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KIRCHHEIM Weder Schneeregen noch Kälte konnten zahlreiche Mädchen und Jungen aus den Pfarreien Maria Königin und Sankt Ulrich davon abhalten, gestern Nachmittag den Platz vor dem Kirchheimer Rathaus zu bevölkern. Dem schlechten Wetter trotzten sie mit strahlenden goldenen Sternen, reich verzierten Kronen, bunten Gewändern und hellen Stimmen.

Von jetzt an werden sie als Caspar, Melchior und Balthasar durch die Wohnsiedlungen ziehen, um die "weihnachtliche Botschaft und den Segen in die Häuser und Wohnungen zu tragen". Mit Kreide, Weihrauch und vielen Sternen, die allesamt von Pfarrer Franz Keil und Pfarrer Winfried Hierlemann gesegnet wurden, machen sie sich auf den Weg und hoffen, auf "offene Türen und offene Herzen" zu treffen. In altgewohnter Manier schreiben sie auch in diesem Jahr den Haussegen "20*C*M*B*05" an die Türrahmen, was entgegen der weitverbreiteten Meinung nicht die Initialen der heiligen drei Könige sind, sondern "Christus Mansionem Benedicat" "Christus segne dieses Haus" bedeutet.

Schwerpunkt der Aktion ist in diesem Jahr Thailand, wo viele Kinder unter Hunger und Armut leiden. Durch das verheerende Seebeben und die zerstörerische Flutwelle sind die Kinder in Südostasien nun noch mehr auf die Unterstützung der Solidaritätsaktion angewiesen.