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Mit Turns am Himmel auf Erden Freude bereitet

Der Ohmdener Klaus Lenhart ist mit seiner feuerroten, 300 PS starke "Extra L 300" und seinen spektakulären Kunstflugshows auf Flugtagen immer eine Attraktion. Der Kunstflugpilot denkt dabei jedoch nicht nur an den Flugspaß, sondern spendet das Geld für soziale Zwecke.

RICHARD UMSTADT

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OHMDEN Wenn seine rote Extra L im Tiefflug über das Fluggelände jagt, steil hochzieht und, am höchsten Punkt angekommen, kontrolliert trudelnd in die Tiefe stürzt, knapp über dem Boden abgefangen wird und gekonnt zu einem Looping ansetzt, folgen dem Kunstflieger die Blicke des flugbegeisterten Publikums. Auch in diesem Jahr war Klaus Lenhart, der seit 1998 die Aerobatic-Lizenz besitzt und dem deutschen Kunstflug-Nationalteam angehört, Programmhöhepunkt auf zahlreichen Flugtagen im In- und Ausland. Manche Flugshow bestritt er alleine mit der großen Extra, manche auch gemeinsam im Duett mit der kleinen Extra, dem 1 : 3,3 Modell von Albert Winter.

Bei all seinen Loopings, Turns und Kubanischen Achten über und unter den Wolken verlor Klaus Lenhart seine Bodenhaftung nicht. "Ich wollte nicht nur so zum Spaß fliegen, sondern auch 'was Positives rüberbringen." Deshalb behielt der 51jährige Kunstflieger den gemeinnützigen Aspekt im Blick und sammelte den Ertrag aus den Flugveranstaltungen an, darunter die Aero in Friedrichshafen, die Flugtage in Dittingen in der Schweiz, in Niederöblarn in Österrich, aber auch das Oldtimer Fliegertreffen auf der Hahnweide und Veranstaltungen auf dem Messelberg, Schwäbisch Hall und Grabenstetten.

Zum Saisonende lagen schließlich 7 000 Euro in der Kasse, die der Ohmdener Kunstflieger und Unternehmer gemeinnützigen Einrichtungen zugute kommen lassen will. Klaus Lenhart dachte dabei an 1 000 Euro für die evangelische Kirchengemeinde Ohmden, 1 000 Euro für die Jugendarbeit des TSV Ohmden, 1 000 Euro für die VfL-Leichtathleten, 1 000 Euro für seine Fliegergruppe Wolf-Hirth, 1 000 Euro für die Familien-Bildungsstätte, 1 000 Euro für Pro Familia Kirchheim und 1 000 Euro für die Teckboten-Weihnachtsaktion.

Neben den just for fun-Kunstflügen zum Nerven kitzeln der Zuschauer schaukelt Klaus Lenhart in seiner 300 PS starken doppelsitzigen Extra L immer wieder Passagiere durch die Lüfte. So geschehen mit dem TV-Promi Stefan Raab über der Aalener Alb 2003, so geschehen aber auch mit den Assen des Deutschen Skiverbands Alois Vogl, Felix Neureuther, Florian Eckert, Petra Haltmayr, Peter Strodl, Stefan Keppler und Georg Hettich nebst Cheftrainer Werner Magreiter in diesem Sommer über dem Laichinger Flugplatz. Einige sollen nach diesem luftigen Härtetest "leicht apathisch und verwirrt" aus dem kleinen Flieger ausgestiegen sein. Doch Klaus Lenhart denkt bereits an weitere Trainingseinheiten im nächsten Jahr.