Lokales

Mit viel Zuversicht in die Zukunft

Die Ehrung langjähriger Parteimitglieder gehört zum festen Programm der Jahresabschlussfeier des CDU-Stadtverbands Kirchheim-Dettingen. Michael Hennrich dankte diesen für ihre Treue und Solidarität, die sie über viele Jahre erwiesen haben.

KIRCHHEIM Für 30 Jahre Mitgliedschaft wurde Dietmar Hoyler von Michael Hennrich, dem Vorsitzenden des CDU-Stadtverbands, geehrt. "Dietmar Hoyler hat auch als Stadtrat oft für die CDU Flagge gezeigt", lobte Hennrich dessen langjährige Tätigkeit im Kirchheimer Kommunalparlament. Ruth Mössner wurde ebenso wie Johannes Stulz für 30 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Stulz ist bereits zum dritten Mal für die CDU im Gemeinderat in Dettingen und auch im kirchlichen Bereich sehr aktiv. In Abwesenheit wurden Johannes Reichart, Leo Klöhn und Gottlob Hummel für 30 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Norbert Häuser ist seit 25 Jahren Mitglied. Hennrich hob dessen kommunalpolitische Tätigkeit im Dettinger Gemeinderat hervor, wo Häuser über viele Jahre Fraktionsvorsitzender war. Richard Robitschko konnte ebenfalls den Dank für 25 Jahre Mitgliedschaft entgegennehmen. In Abwesenheit wurde Walter Kiedaisch für 25 Jahre geehrt.

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In seinem Jahresrückblick erinnerte der Vorsitzende des CDU-Stadtverbands an die prägenden Ereignisse im Jahr 2005. "Politisch traten in der CDU neue markante Gesichter auf die Bühne. Wir haben mit Günther Oettinger einen neuen Ministerpräsidenten im Land, der Erwin Teufels Arbeit hervorragend weiterführen wird", sprach Hennrich dem Ministerpräsidenten sein volles Vertrauen aus. "Mit Angela Merkel wurde eine neue kompetente Bundeskanzlerin gewählt, die das Land in den nächsten Jahren maßgeblich prägen wird", fuhr er fort. "Die große Koalition ist eine Chance, jetzt die Herausforderungen der Zukunft anzupacken." Die Kritik von Vertretern der Großkonzerne, angesichts des Koalitionsvertrags, wies Hennrich zurück: "Im Rahmen dessen, was in schwierigen Koalitionsverhandlungen möglich war, haben wir auch für die Interessen der Wirtschaft ein achtbares Ergebnis erzielt."

Auch innerhalb des Stadtverbands gab es zahlreiche Höhepunkte im zu Ende gehenden Jahr, wie zum Beispiel die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an das langjährige Kreistagsmitglied Helmut Zizelmann durch Innenminister Heribert Rech.

Von den Vorbereitungen des Landtagswahlkampfs berichtete Karl Zimmermann. "Ich bin diesmal gut gerüstet und nach fünf Jahren im Landtag in allen Politikfeldern zu Hause", gab er sich selbstbewusst. "Ich kümmere mich besonders um das Thema Geothermie", erläuterte der Landespolitiker seinen Schwerpunkt im umweltpolitischen Themenfeld. Das von Zimmermann im Frühjahr initiierte Geothermieforum in Dettingen hat landesweit eine hohe Nachfrage nach der regenerativen Energieform ausgelöst. Insgesamt 960 Anträge auf Förderung von Heizungen bei Neubauten gingen beim Land Baden-Württemberg ein, sodass der gesamte Förderstock des Landes für das Jahr 2005 und 2006 aufgebraucht ist. Das Thema Kindergeld für junge Straftäter sprach Karl Zimmermann ebenfalls an: "Die bisherige Praxis, dass Eltern von jungen Straftätern, obwohl diese im Gefängnis ihre Strafe absitzen und die Eltern keinen Pfennig Geld kosten, trotzdem Kindergeld erhalten, ist für niemand nachvollziehbar", berichtete Karl Zimmermann. Er werde sich deshalb für die Abschaffung dieser Praxis einsetzen. Rund 30 Millionen Euro Kindergeld pro Jahr könnten so eingespart werden.

Über das Thema Kommunalpolitik referierte Helmut Kapp, Vorsitzender der Gemeinderatsfraktion. "Im Gemeinderat ist die Arbeit durch die neuen Fraktionen nicht einfacher geworden, da um so vielfältiger die Meinungen sind, es weniger als in der letzten Legislaturperiode gelingt, Mehrheiten für ein Anliegen zu erreichen." Die CDU-Fraktion ist bemüht, mehr Aufgaben der Stadt in private Hände abzugeben, wie zum Beispiel die Tiefgarage oder das Fickerstift, findet dazu aber momentan nur schwer Mehrheiten. Entscheidend ist aus der Sicht von Helmut Kapp und der Fraktion beim nächsten Haushalt, dass keine Erhöhung der Gewerbesteuer stattfindet und Immobilien, die nicht notwendig im Stadtbesitz sein müssen, veräußert werden.

ps