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"miteinander gegeneinander?"

Diesen Monat startete der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten und der Körber-Stiftung mit dem Thema "miteinander gegeneinander? Jung und Alt in der Geschichte". Teilnehmen können Kinder und Jugendliche unter 21 Jahren. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2007.

HAMBURG In Deutschland leben immer weniger Kinder, die Zahl der Alten nimmt zu der demografische Wandel hat dramatische gesellschaftliche Folgen, zwingt zu Reformen und stellt das Verhältnis zwischen den Generationen auf den Prüfstand. Dies sind Probleme, auf die der Schirmherr Bundespräsident Horst Köhler aufmerksam macht.

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In diesem Zusammenhang können die Wettbewerbsteilnehmer das Generationenverhältnis im Mehrgenerationenhaushalt, in Patchwork- oder Ein-Eltern-Familien untersuchen. Sie können Proteste von Jugendlichen gegen die Elterngeneration erforschen oder Veränderungen im Leben von Alten in den Blick nehmen.

Beispiele wie Generationswechsel in Familienbetrieben, Erziehung in Schule und Betrieb oder Konflikte zwischen Jung und Alt in Einwandererfamilien bieten die Chance, Fragen nach der Nähe der Generationen zueinander, nach Unterstützung, aber auch nach Abhängigkeiten und Einschränkungen nachzugehen.

Der Wettbewerb ist in verschiedene Altersstufen gegliedert um die Chancengleichheit zu gewährleisten, deshalb werden auch mehrere erste, zweite und dritte Preise vergeben. Es winken Geld- und Sachpreise in Höhe von 250 000 Euro.

Die Themen der Arbeiten, die alleine oder in Gruppen angefertigt werden können, müssen aus der deutschen Geschichte stammen und einen lokalen Bezug zu dem Autor beziehungsweise den Autoren aufweisen.

Das Spektrum der Aufgaben erstreckt sich von "Brain-Storming" über Recherchen in Bibliotheken oder Archiven bis zur Befragung von Zeitzeugen.

Bei der Präsentation der Ergebnisse bieten sich viele verschiedene Möglichkeiten wie zum Beispiel Comics oder Collagen für die jüngeren Teilnehmer. Ältere Teilnehmer oder Gruppen wählen oft Modelle, Rollen- oder Hörspiele bis zu kompletten Videofilmen oder CD-ROMs zur Vorstellung ihres Projekts.

Bewertet werden neben den eigentlichen Arbeiten auch der Arbeitsbericht, in dem die Teilnehmer die Entstehung ihres Beitrags, von der Suche nach einem Thema bis zum Endprodukt, schildern müssen.

Bei der letztjährigen Ausgabe des Wettbewerbs unter dem Titel "Sich regen bringt segen. Arbeit in der Geschichte" sind zwei Schüler des Ludwig-Uhland-Gymnasiums mit einem Anerkennungspreis für ihren Beitrag "Der 1. Mai im Dritten Reich" ausgezeichnet worden.

Die Ausschreibungsunterlagen sowie Tipps zur historischen Spurensuche enthält das Magazin "Spuren Suchen". Es kann unter der Telefonnummer 0 40/8 08 19 21 45 bestellt werden. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.geschichtswettbewerb.de.

jbs