Lokales

Mitten im Leben statt am Rand der Gesellschaft

KREIS ESSLINGEN "Aufgabe der Diakonie ist es, Menschen am Rande der Gesellschaft wieder Teilhabe am Leben der Gesellschaft zu ermöglichen. Durch das Motto der diesjährigen Aktionswoche wird dies deutlich gemacht. Dazu sind wir auf die Unterstützung aller angewiesen", so Oberkirchenrat Helmut Beck, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg. In der Woche und bei allen Gottesdiensten am 24. Juni wird Geld für die Arbeit der Diakonie gesammelt. Damit werden diakonische Aktivitäten vor Ort und auf Landesebene unterstützt.

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Klaus Hieber ist in diesem Jahr das Gesicht der Diakonie. Der 48-jährige Mann mit Behinderung und Bewohner der Diakonie Stetten ist auf den Plakaten zur "Woche der Diakonie" abgebildet. Er wirbt dafür, dass behinderte Menschen in der Gesellschaft ihren Platz finden. Über 14 000 Menschen mit Behinderung werden von der Diakonie Württemberg begleitet und betreut. Ihnen eine gerechte Teilhabe zu ermöglichen, ist ein zentrales Ziel der Diakonie, auf das in der "Woche der Diakonie" hingewiesen wird. So werden etwa durch das Modellprojekt "Leben im Ort" behinderte Menschen so begleitet, dass sie im Gemeinwesen leben und sich zurechtfinden können.

Auf dem Rathausplatz in Esslingen wird die Diakoniewoche am 16. Juni von 9.15 bis 15 Uhr eröffnet. Auf dem Markt der Diakonie präsentieren über 30 diakonische Einrichtungen aus dem Kreis Esslingen ihre Arbeit. Bei einer Ehrenamtbörse können Interessierte sich neue Möglichkeiten des freiwilligen Engagements aussuchen.

Auf einer Gebetswand werden Gebete aus den Gemeinden sichtbar gemacht. Bei einem Bühnenprogramm berichten Mitarbeitende und Betroffene über ihre Erfahrungen mit der Diakonie. Musik von Chansons bis Rock, Tanzeinlagen von Folklore bis Hip-Hop, aber auch Kabarett und Kinderzirkus runden das Programm ab. Um 11.40 Uhr wird dann die Woche offiziell mit Landrat Heinz Eininger, Bürgermeister Dr. Markus Raab, Dekan Dieter Kaufmann und Oberkirchenrat Helmut Beck eröffnet.

Am Sonntag, 17. Juni, findet um 10.30 Uhr in der Stadtkirche Esslingen der Eröffnungsgottesdienst statt. Die Predigt hält Diakoniechef Oberkirchenrat Helmut Beck. Mit der Aktionswoche bittet die Diakonie um Unterstützung für ihre Arbeit. Die Angebote für behinderte Menschen und für Arme in der Gesellschaft sind auf ehrenamtliches Engagement und Spenden angewiesen. "Wir sind dankbar, dass die Bevölkerung unsere Arbeit mit Geld unterstützt", so Beck. Letztes Jahr haben die Württemberger in der Woche der Diakonie 550 000 Euro gespendet, davon im Landkreis Esslingen mit den vier Evangelischen Kirchenbezirken Esslingen, Bernhausen, Kirchheim und Nürtingen knapp 57 000 Euro. Damit wurden unter anderem rund 40 Projekte der Diakonie unterstützt, wie zum Beispiel die Einrichtung von Diakonie- und Tafelläden für Arme oder die offenen Hilfen für behinderte Menschen.

INFOWeitere Informationen gibt es im Internet unter www.diakonie-wuerttemberg.de/direkt/woche-diakonie.