Lokales

Mobile Klassenräume

Die Weilheimer Realschule platzt aus allen Nähten. Bereits jetzt fehlen an der Wühle drei Klassenzimmer. Durch Übertritte vom Gymnasium beziehungsweise von der Haupt- an die Realschule wird sich die Situation voraussichtlich verschärfen, sodass die Stadt gezwungen ist, für einige Jahre Container aufzustellen.

ANKE KIRSAMMER

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WEILHEIM Die Raumnot an der Weilheimer Realschule Wühle ist seit Jahren ein Thema. Anfang der siebziger Jahre als zweizügige Schule geplant, waren drei Parallelklassen in verschiedenen Klassenstufen bald die Regel. 1985 reagierte die Stadt mit einem Anbau, der vier Klassenzimmer beherbergt. Weitere Klassenzimmer übernahm die Realschule von der angrenzenden Hauptschule. Inzwischen ist die Realschule in vier von sechs Klassenstufen vierzügig.

Wie Schulleiter Winfried Rindle in einem Brief an die Stadtverwaltung erläuterte, geht er davon aus, dass die Schule auch in den restlichen beiden Klassenstufen vom kommenden Schuljahr an vierzügig wird, weil Kinder aus der Hauptschule und vom Gymnasium in die Realschule wechseln. Bereits jetzt hat die Realschule 22 Klassen, jedoch nur 19 Klassenzimmer. Eine Klasse ist eine "Wanderklasse", zwei Klassen werden in umgerüsteten Fachräumen unterrichtet. Laut Berechnungen geht die Stadt davon aus, dass sich die Situation nach dem Schuljahr 2013/2014 entspannen wird.

Handlungsbedarf sah die Verwaltung schon länger: Im Frühjahr 2003 hatte die Stadt mit den umliegenden Gemeinden Bissingen, Holzmaden und Neidlingen einen Schulverband gegründet, um Schülern aus ihren Gemeinden die Aufnahme in Weilheim zu garantieren. Gleichzeitig wurden damit Kinder aus Zell und Aichelberg an Schulen in Uhingen beziehungsweise Göppingen verwiesen.

Weilheims Bürgermeister Hermann Bauer unterbreitete dem Gemeinderat der Limburgstadt den Vorschlag, den Engpass mit zwei bis drei mobilen Klassenräumen zu überbrücken. Sie sollen auf derGrünfläche am Schulhof aufgestellt werden. Die Verwaltung will sich nun auf die Suche nach günstigen, vielleicht auch gebrauchten Containern beziehungsweise Baracken machen. Kaufen oder mieten auch das wird erst entschieden, wenn entsprechende Angebote vorliegen. "Einen Nachtragshaushalt werden wir nicht brauchen", meinte der Rathauschef auf die Frage von Stadträtin Eva Haußmann hin. Finanzieren lasse sich die Zwischenlösung vielmehr mit Überschüssen aus dem Jahr 2006.