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Mobilfungsender imWohngebiet Wasserturm ...

Mobilfungsender imWohngebiet Wasserturm

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Zum Artikel "Empörung über genehmigte Mobilfunkantennenanlage hält an Infoveranstaltung wurde zugesagt", im Teckboten vom 4. Mai:Bei der jüngsten Ohmdener Gemeinderatssitzung war es interessant zu erfahren, wie negativ mit der Bürgerschaft auch umgegangen werden kann. Ich hätte dem Gremium wahrlich mehr Verantwortungsbewusstsein und Zivilcourage bei der Frage zugetraut, der Firma 02 nachträglich die Genehmigung für den auf dem Wasserturm mitten im dortigen Wohn- und Neubaugebiet geplanten Funksendemast wieder abzusprechen, weil sie widerrechtlich in nicht öffentlicher Sitzung zu Stande kam.

Wenn aber Gemeinderäte ohne Vorinformation der betroffenen Anwohner die Technik für wichtiger erachten, als die dabei unter Umständen entstehenden gesundheitlichen Folgeschäden, dann ist das in meinen Augen purer Zynismus. Aber genau so klang für mich auch die Aussage des Vertreters der Firma 02: "Jetzt wird gebaut und später wird dann die Strahlungsdichte gemessen."

Und wie ernst es die betreffenden Firmen mit einer eventuell möglichen Strahlenschädigung ihrer Mitarbeiter auch bei nur kurzfristigen Wartungsarbeiten an Funksendemasten nehmen, geht aus der Tatsache hervor, dass die Deutsche Telekom sie angewiesen hat, dort nur mit Strahlenschutzanzügen zu arbeiten. Also unbedingt gesundheitsfördernd kann diese Tätigkeit nicht sein. Brigitte Köhrer Ohmden, Weitgaßstraße

Heiße Luft

Zum Artikel "Die SPD im Wahlkreis Kirchheim zieht mit Carla Bregenzer und Sabine Förster in den Landtagswahlkampf Oettinger versteckt sich hinter Nebelschwaden", im Teckboten vom 4. Mai:

Der Wahlkampf hat also begonnen. Und was uns da in den nächsten Monaten seitens der SPD erwartet, war eindrucksvoll zu lesen. Wer viel heiße Luft produziert, steht tatsächlich irgendwann im Nebel. Dem Mitbewerber dann vorzuwerfen, er verstecke sich hinter diesen Nebelschwaden, mutet dann etwas seltsam an. Inhaltlich bleibt es dünn, was da aus der Nominierungsveranstaltung der SPD hervorgeht. Da wo CDU-Wahlkreiskollege Karl Zimmermann konkretes im Wahlkreis tut, beispielsweise bei der Geothermie, bleibt es bei Frau Bregenzer offenbar ein wenig neidvoll bei "heißer Luft". Schade, dass man damit nicht heizen kann.

Der Standort Baden-Württemberg, der im Ländervergleich ganz vorne zu finden ist, wird aus wahlkampftaktischen Gründen schlecht geredet. Dabei wäre jedes SPD-geführte Land heilfroh, es stünde zum Beispiel bei der Arbeitslosenquote so gut da, wie Baden-Württemberg. Und um in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit noch besser zu werden, wären konkrete, realisierbare Vorschläge allemal besser, als lautstarke Schuldzuweisungen.

Statt sich in Hellseherei zu versuchen und zu mutmaßen, was der Ministerpräsident wohl in den kommenden Monaten tut, wäre es mir lieber, Frau Bregenzer würde die Parteigenossen in Berlin zu mehr (wirtschafts)politischer Vernunft mahnen. Wie da nämlich der Standort Deutschland in der derzeitigen "Kapitalismusdebatte" seitens rot-grün beschädigt wird, ist verantwortungslos. Aber es lenkt vielleicht ein bisschen von der Handlungsunfähigkeit der Bundesregierung ab. Oliver Gronau Kirchheim, Laubersberg

Wahrlich einRohrkrepierer

Zum Artikel "Erdwärme Carla Bregenzer kritisiert Zuschussstreichung", im Teckboten vom 7. Mai:

Wahrlich ein Rohrkrepierer. Womit die Landtagsabgeordnete Frau Bregenzer recht hat. Die Informationsveranstaltung in Dettingen war ein voller Erfolg. Die Interessenten konnten sich davon überzeugen, dass umweltfreundliche Wärme aus der Erde Geothermie und von der Sonne tatsächlich ohne Ofenrohre zu haben sind und dass es sich daher durchaus lohnt, ob bei Austausch der Alt-Heizungsanlage oder im Neubau, diese umweltfreundliche Wärme für das eigene Haus zu erschließen.

Dem CDU-Landtagsabgeordneten Zimmermann ist zu danken, dass es zu einer solchen Info-Veranstaltung kam. Das "Schmankerl" von 14 Euro pro laufendem Bohrmeter, das die Landesregierung den Haussanierern und Neubauten für die Verwendung dieser umweltschonenden Energie dazugibt zurzeit durch die Haushaltssperre mit verzögerter Auszahlung darf als kleiner Anreiz für eine bessere Umwelt gesehen werden. Doch auch ohne diesen kleinen Betrag rechnet es sich, mit Erdwärme sein Haus zu beheizen.

Die Landesregierung hat eigentlich das wieder aufgegriffen, was die Regierung Kohl bis zur Wende 1998 in ihrem Programm zur Förderung erneuerbarer Energie hatte. Mit dem Wechsel zu Rot/Grün die erneuerbare Energie eigens in ihrem Regierungsprogramm festgeschrieben haben wurde sofort der Förderbetrag für Geothermie (Erdwärme) der Vorgängerregierung kommentarlos um die Hälfte gekürzt und im Jahr 2000 ganz eingestellt. Die Gelder wurden der Großindustrie zugeführt zur 100 000-Dächer-Propaganda. Ein wahrhaft großartiges Programm zur Verringerung des

CO2-Ausstoßes.

Für Otto Normalverbraucher der keine Lobby hat ein tatsächlicher Rohrkrepierer. Andreas Schwickert Beuren, Hauffstraße

"Halbe Preise" fürnotorische Linksfahrer

Zum Artikel "Stolpe will absolutes Alkoholverbot für Fahranfänger Rasen und Drängeln soll viel teurer werden", im Teckboten vom 9. Mai:

Was war denn zuerst da, das Huhn oder das Ei? Ohne eine bestimmte Gruppe von Autofahrern, welche sich nicht an das Rechtsfahrgebot halten (auf dem rechten von zwei Fahrbahnen möglichst weit rechts) gäbe es einen großen Teil der so genannten "Drängler" erst gar nicht. Nein, es wird da man auf Autobahnen deren Meinung nach sowieso nur 130 Stundenkilometer schnell fahren darf, mit 129 Stundenkilometern links gefahren und wenn rechts, dann auf dem Strich wegen der Orientierung vermutlich.

Auf Autobahnen hat der Verkehr nach wie vor auf der durchgehenden Fahrbahn Vorfahrt. Warum wird dem Einfädelnden die Vorfahrt gewährt und vom rechten auf den linken Fahrstreifen ausgewichen, sodass der auf der Überholspur absolut Vorrechthabende auf erstere verzichten muss. Wer von diesen Bedrängelten kümmert sich denn da-rum, dass der, welcher zum Überholen ausscheren will, sich so verhalten muss, dass eine Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen ist. Gibt es wirklich so viele Raser? Oder fährt man heute auf Grund der Technik und Motorisierung vielleicht nur etwas leichter schnell oder zügig. Es darf nicht jeder, welcher ab 130 Stundenkilometern überfordert ist, andere als "Raser" abstempeln.

Wer zieht eigentlich die Grenzen zwischen rasen, schnell, flott oder zügig? Ich bin sehr dafür, dass die tatsächlichen Drängler mit erheblichen Geldbußen rechnen müssen. Gerechtigkeitshalber sollten aber dann zumindest die halben Preise auch für notorische Linksfahrer und rücksichtslose Fahrstreifenwechsler gelten. Nur würde, sollte sich dies bewähren, Herr Stolpe dann den Bauer schlachten, der die Milchkuh füttert?

Hans Brückner

Kirchheim, Liststraße

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