Lokales

Modernes Konzept für Eger-Areal

Mischgebiet mit begrünten Flach- beziehungsweise Pultdächern

In das Quartier rund um das Eger-Areal in Weilheim kommt Bewegung. Die ehemalige Strumpfwarenfabrik wird derzeit abgerissen. Künftig soll das Mischgebiet eine moderne Bebauung prägen.

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Anke Kirsammer

Weilheim. „Wir wollen keine grenzenlose Innenverdichtung“, machte der Leiter des Weilheimer Bauverwaltungsamts Reiner Völlm in der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich. Wichtig sei den Planern vielmehr, den Bestand an Grün in dem von Karl-Scheufelen-Straße, Bahnhof-, Brunnen- und Friedhofstraße umschlossenen, rund 1,55 Hektar großen Quartier weitestgehend zu erhalten. Derzeit werden die unbebauten Grundstücke beziehungsweise Grundstücksteile des Innenbereichs als Hausgärten genutzt. Zudem geht es darum, die Baufluchten entlang der begrenzenden Straßen zu erhalten.

Anlass, einen Bebauungsplan aufzustellen, war der Verkauf und die Umnutzung des Eger-Areals, einem 30 Ar großen Gebiet, das aus einer seit Jahren brachliegenden Strumpffabrik und einer ehemals repräsentativen Villa bestand.

Das nun vorgelegte Konzept sieht vor, mit einer lockeren, in den Grünbereich „eingestreuten“ Innenbebauung einen Kontrast zur streng geordneten, linearen Bebauung entlang der Straßen zu schaffen. Besitzen die bestehenden Gebäude zwei Vollgeschosse und Satteldächer mit reichlich bemessenen Trauf- und Firsthöhen, so sind für die Häuser im Innenbereich eher quadratisch geformte, knapp bemessene Grundflächen vorgesehen. Zugelassen werden sollen zwei Vollgeschosse, in Teilen auch ein drittes Dachterrassengeschoss sowie begrünte Flach- beziehungsweise Pultdächer. Die Erschließung ist wie seither über private Zufahrten vorgesehen. Das Quartier, in dem neben der ehemaligen Strumpffabrik ein weiterer Gewerbebetrieb angesiedelt ist, soll ein Mischgebiet bleiben. Zudem wurden die Ausweisung eines Grünzugs sowie Flächen für Garagen festgelegt.

Der Gemeinderat erteilte dem von Städteplaner Dickmann erarbeiteten Bebauungsplanentwurf einstimmig grünes Licht. Er wird nun den Trägern öffentlicher Belange zur Stellungnahme vorgelegt.