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Monet begeisterte

34 Landfrauen und ein Landmann ließen sich von der Sonderausstellung "Claude Monet Effet de Soleil Felder im Frühling" in der Stuttgarter Staatsgalerie begeistern.

KIRCHHEIM/NÜRTINGEN Die Kunsthistorikerin Ursula Straatmann brachte den berühmtesten Maler des Impressionismus in der ihr eigenen feinfühligen und kompetenten Art und Weise nahe. Anlass der Ausstellung ist das Gemälde "Sous les peupliers, effet de soleil", das der Stuttgarter Galerieverein in seinem Gründungsjahr 1906 erstand. Seit 100 Jahren ist dieses 1887 gemalte Bild mit dem deutschen Namen "Felder im Frühling" ein Anziehungspunkt in Stuttgart. So lag es nahe, zum Jubiläum weitere exquisite Werke von Monets zu präsentieren. 40 Werke aus 30 Sammlungen und Museen prägen derzeit eine einmalige und eindrucksvolle Ausstellung.

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Giverny, ein kleines Dorf im Tal der Seine, wird für Monet ab 1883 zum Quell seines Schaffens. Hier kann er bis zu seinem Tod 1926 "seine Idee von einer Malerei des Lichts", so Ursula Straatmann, verwirklichen. Pappeln schwingen sich in den Himmel und drei nebeneinander hängende Mohnblumenfelder zeugen von der hohen Sensibilität des Künstlers. Spürbar ist bei allen Bildern: Sein Atelier war die Natur. So sagte er selbst: "Ich habe Theorie immer verabscheut. Mein einziges Verdienst bestand darin, inmitten der Natur gearbeitet zu haben, wobei ich stets versuchte, meine Eindrücke selbst in ihren allerflüchtigsten Formen festzuhalten."

Für die Gruppe bedankte sich Rosemarie Rieker bei Ursula Straatmann mit der Feststellung, "dass Kunst unter keinem fasslichen Gesetz steht und der Maler von der lebenden Erscheinung ausgehen muss. Er ist dazu da, die Welt zu formen und den Menschen zu zeigen, dass sie nicht vom Brot allein leben können." Weitere Kunstführungsangebote sind im Herbst ein Besuch im Neuen Kunstmuseum in Stuttgart sowie eine Fahrt nach Baden-Baden zur Chagall-Ausstellung.

rr