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Morgen, Kinder, wird‘s was geben . . .

Tipps für Last-Minute-Geschenkekäufer – Einzelhändler mit Weihnachtsgeschäft zufrieden

Morgen ist Heiligabend – höchste Zeit also, die Geschenke für die Liebsten zu besorgen. Schließlich soll für jeden das Passende unterm Weihnachtsbaum liegen. Für alle Präsentkäufer, die noch unentschlossen sind, hier einige nette Ideen.

Morgen, Kinder, wird‘s was geben . . .

Kirchheim. Eigentlich nichts falsch machen kann man beim Klassiker unter den Geschenken: Bücher. So empfiehlt Tina Drexler von der Buchhandlung Zimmermann allen erwachsenen Leseratten den Krimi „Winterkartoffelknödel“ von Rita Falk. „Er ist sehr gut geschrieben und enthält einen Schuss schwarzen Humor“, verrät die Buchexpertin. Wer‘s hingegen lieber etwas ernster und anspruchsvoller mag, der sollte zu der Auswanderergeschichte „Brooklyn“ von Colm Tóibín greifen, fügt Tina Drexler hinzu. „Was aber auch immer gut ankommt, sind Koch- und Backbücher oder weihnachtliche Geschichten und Gedichte.“ Bei den Geschenkempfehlungen für Jugendliche steht der Schmöker „Tage wie diese“ ganz oben auf der Liste. „Das Buch enthält drei Liebesgeschichten, die alle zur Weihnachtszeit spielen. Es ist hauptsächlich für Mädchen geeignet“, sagt die Mitarbeiterin des Buchgeschäfts. Bei den Buben indes muss es spannender zugehen: Gefragt sei hier der Action-Roman „Die Welt, wie wir sie kannten“ von Susan Beth Pfeffer.

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Das Weihnachtsgeschäft laufe gut, informiert Tina Drexler. Heute und morgen rechnet sie aber nochmal mit einem richtig großen Ansturm. Denn viele Kunden erstehen ihre Geschenke erst in letzter Minute, hat sie beobachtet. „Es sind hauptsächlich Männer, die am 24. Dezember auf die Schnelle noch Geschenke einkaufen.“

Das bestätigt Bernd Hannes, Geschäftsführer des Spielwarengeschäfts Heiges. „Vom 22. Dezember bis Heiligabend geht es immer richtig rund“, weiß er aus Erfahrung. Doch auch in den vergangenen Wochen konnte er sich keineswegs über mangelnde Kundschaft beklagen. „Vor allem der November war außergewöhnlich gut. Die Leute sind wieder eher bereit, Geld auszugeben.“ Der absolute Renner bei den Geschenken seien heuer die Produkte von Lego und Playmobil. „Das ist nicht jedes Jahr so. Aber zurzeit gehen sie ab wie Schnitzel“, sagt Bernd Hannes schmunzelnd. So seien bei den Jungs zum Beispiel Lego-Kräne und -Raumschiffe à la „Star Wars“ angesagt, die Mädchen hingegen spielten gerne mit einem Pferdehof, einem Zoo oder einem Forsthaus aus dem Hause Playmobil. Bei Lego sei die Nachfrage sogar so groß, dass er bei einzelnen Artikeln mit Lieferengpässen zu kämpfen habe, erzählt Bernd Hannes.

Beliebt sind nach wie vor aber auch funkferngesteuerte Autos für die Buben und Puppen für die Mädels. Und auch klassische Brettspiele wie Monopoly stehen noch immer hoch im Kurs, unterstreicht Bernd Hannes. „Die Eltern legen großen Wert darauf, dass sie mit ihren Kindern zusammensitzen und miteinander spielen.“

Für alle, deren Herz hingegen für weihnachtliche Dekoration schlägt, wird der Geschenkekäufer zum Beispiel im Porzellanhaus Schenk fündig: Dort stechen edle Porzellan-Weihnachtsglocken ins Auge. Aber auch für Hobbyköche gibt es hier die passenden Präsente: Pfannen und Töpfe aus Gusseisen in poppigem Orange oder Rot. Eine Freude machen kann man allen, die in Kirchheim und Umgebung leben oder mit der Teckstadt verbunden sind, außerdem mit den Kirchheim-Tassen, auf denen Fachwerkhäuser, das Rathaus, die Teck und ein Segelflugzeug abgebildet sind. „Die Nachfrage ist groß“, verrät Inhaber Hans-Chris­toph Engele, der nur noch wenige der Tassen mit regionalem Bezug auf Lager hat.

Etwas sehr Persönliches sind auch selbst gebastelte, genähte oder gestrickte Produkte. „Das Stricken ist derzeit wieder angesagt“, hat Wolfgang Beck von „Origami – Der kreative Laden“ beobachtet. Um Hüte, Hausschuhe oder Taschen zu stricken, sollte man allerdings Zeit und Geduld mitbringen. „Die meisten Kunden, die für Weihnachten Geschenke selbst herstellen möchten, haben das Zubehör schon vor dem ersten Advent gekauft. Deshalb ist unser Weihnachtsgeschäft eigentlich fast schon abgeschlossen“, gibt Wolfgang Beck zu bedenken, der heuer einen neuen Trend ausgemacht hat: das Nähen von Wohnaccessoires und Dekoartikeln in skandinavischem Stil. Dabei stellt man zum Beispiel Püppchen oder Tischdecken aus pas­tellfarbigem Baumwollstoff mit unterschiedlichem Muster her. „Es ist alles sehr verspielt mit Bändern und Rüschen. Aber das läuft gut, es fragen viele danach.“

Ebenso angesagt sind digitale Bilderrahmen, auf denen man zum Beispiel seine Urlaubsfotos bewundern oder den Hochzeitsvideofilm abspielen kann. „Die Bilderrahmen sind noch recht neu, es gibt sie erst seit 2009“, informiert Klaus Moeser von „Photo Schneider“. Während man zu Anfangszeiten 100 Euro und aufwärts für die technische Spielerei berappen musste, ist sie mittlerweile „relativ günstig“, betont der Fachmann: Ab 40 Euro sind die Bilderrahmen, die es in unterschiedlichen Größen gibt, zu haben.

Das Weihnachtsgeschäft geht dieser Tage auch bei „Photo Schneider“ in die heiße Endphase. „Der große Run kommt immer in den letzten zwei Wochen vor Heiligabend“, erzählt Klaus Moeser, der für alle Last-Minute-Geschenkekäufer noch einen Tipp in petto hat: Eine Foto-Schneekugel oder ein Foto-Kalender komme bei jedem gut an – egal, ob Jung oder Alt. „Das ist einfach etwas ganz Persönliches.“