Lokales

Münchner Hausberge besucht

TEGERNSEE Von dort aus wurden von der Gruppe mehrere Touren durchgeführt und einige Gipfel der Münchner Hausberge erwandert.

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Die erste Tour am Anreisetag führte auf einem schattigen Waldweg zum 1722 m hohen Wallberg. Obwohl eine Seilbahn bis kurz unterhalb des Wallbergs viele Urlaubsgäste befördert, war der unschwer zu erreichende Gipfel nicht überlaufen. Eine tolle Sicht auf den reizenden Tegernsee und die umliegenden Berge belohnte die kurzen Aufstiegsbemühungen. Nach dem Abstieg erfrischte ein Bad im Tegernsee die Wandergruppe.


Ziel des nächsten Tages war die Tegernseer Hütte des Deutschen Alpenvereins, Sektion Tegernsee. Ein steiler Aufstieg führte von Bayerwald durch einen schönen Mischwald bis zur Sonnberg-Alm. Von dort über Almgelände weiter und über einen leichten Klettersteig zur Hütte. In den Bayerischen Voralpen gibt es höher gelegene Hütten, aber keine in so spektakulärer Lage. Die Tegernseer Hütte klebt wie ein Adlerhorst auf 1650 m Höhe zwischen den beiden Gipfeln des Roßstein und des Buchstein. Die altehrwürdige Hütte wurde bereits 1904 eröffnet und feierte am 14. August ihr 100-jähriges Bestehen. Im Mai 1965 wurde die Hütte durch einen Blitzschlag zerstört. Schon im August 1967 konnte der Neubau der Hütte, die durch Solarstrom versorgt wird, eingeweiht werden.


Der Gipfel des Roßsteines, 1698 m hoch, ist von der Hütte aus in wenigen Minuten leicht zu erklimmen. Der Buchstein dagegen, 1701 m Höhe, ist nur über eine kurze, aber luftige Kletterei zu erreichen. Die umfassende Rundsicht belohnt aber die kurze Aufstiegsmühe. Über den Achensee und die Gipfel des nahen Rofans sowie des Karwendels schweifte der Blick bis zu den Zillertalern und dem Wetterstein mit der Zugspitze. Der etwas längere Abstieg führte über die Röhrelmoos-Alm hinunter zurück nach Bayerwald.


Ziel des letzten Urlaubstages war der Riederstein über die Alpe Ga-laun. Der Riederstein wird durch eine kleine Kapelle gekrönt. Bereits im Jahr 1841 wurde ein erstes Kirchlein auf dem steil aufragenden Felsen oberhalb der Alpe Galaun errichtet. Dieses kleine Kirchlein wurde im Laufe der Jahre mehrmals vergrö-ßert. Zum Erhalt der Kapelle in ausgesetzter Lage wurde bereits im Jahre 1897 von Tegernseer Bürgern der Riederstein-Verein gegründet. Im Jahr 1898 wurde ein Kreuzweg zur Kapelle errichtet.


Der Abstieg vom Riederstein führte wieder über die Alpe Galaun und einen Höhenweg zurück an den Tegernsee. Drei sonnige Tage mit schönen Bergerlebnissen haben die Wandergruppe begeistert.