Lokales

Muschel weist den Weg

Göppinger Jakobsweg ist ausgeschildert

Der Jakobsweg ist in aller Munde. Eine neue Verbindungsstrecke quer durch den Landkreis Göppingen ist nun von Bargau bis Bodelshofen ausgeschildert.

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Iris Häfner

Notzingen. Mit Hammer, Zange und jeder Menge Nägel und Schilder ausgerüstet beginnt für eine kleine Schar besonderer Pilger ein neuer Tag im Schlierbacher Wald. Bis Bodelshofen wollen sie heute kommen. An sich sind die bevorstehenden rund elf Kilometer für die geübten Wanderer keine Herausforderung, die Kennzeichnung des Weges mitunter allerdings schon. Auf einem kleinen Schild strahlt auf blauem Grund eine gelbe, symbolische Muschel und zeigt den Weg für all jene, die auf ihren Pfaden wandern wollen.

Einst sind die Pilger von zu Hause aus gestartet, um sich auf den Weg nach Santiago de Compostela im Noden Spaniens zu machen, wo sich das Grab des Apostels Jakobus befinden soll. Quasi von der Haustür aus sind die Notzinger, die sich dieses Ziel stecken, nun auf dem richtigen Weg – dank der Jakobuskirche verläuft die Strecke durch die Bodenbachgemeinde. Dieser neue Jakobsweg verbindet den Ulmer Jakobsweg mit dem Ne­ckartal. Mit einigen Schleifen geht es von Bargau über Göppingen nach Bodelshofen.

Weil es in Württemberg keinen traditionellen Jakobsweg gibt, haben sich einige Pilgerfreunde zusammengeschlossen, um einen „historisch sinnvollen“ Pfad zu finden, der interessante (Jakobs-)Kirchen und einstige Treffpunkte oder besondere Orte miteinander verbindet. Die Route mit ausgearbeitet hat Hans-Jörg Bahmüller aus Winnenden. Mittlerweile kennt er die neue Strecke wie seine Westentasche. Damit auch die Pilger sicher am Ziel ankommen, bringen er und seine Helfer zahlreiche Schilder an Bäumen, Pfosten und Straßenlaternen an.

Weitere Informationen zum neuen Jakobsweg gibt es beim Katholischen Bildungswerk Göppingen, Telefon 0 71 61/9 63 36-20, oder im Internet unter www.occa.de.