Lokales

Musikalisch miteinander verwoben

Schüler der Kirchheimer Musikschule musizierten im und vor dem Rathaus

Von Harmonien erfüllt wurde am Donnerstag der große Sitzungssaal des Kirchheimer Rathauses: Den Raum, in dem sonst die Oberbürgermeisterin und die Räte die Geschicke der Stadt lenken, hatten Schüler der Musikschule als Bühne für die Premiere der Ensemblewoche „Vernetzungen“ der Musikschule Kirchheim ausgewählt.

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Giew Maschajechi

Kirchheim. Wer seinen Ohren fernab vom sonoren Lärm der Vuvuzela etwas Entspannung und sich selbst einen Nachmittag voller Genüsse gönnen wollte, der hielt sich am Donnerstag am besten im und um das Kirchheimer Rathaus auf. Denn dort hatten sich rund 30 Schülerinnen und Schüler der Kirchheimer Musikschule versammelt, um in ausgewählten Ensembles die Ergebnisse ihrer Proben zu präsentieren. „Wir haben uns vorgenommen, anlässlich des deutschlandweiten Tages der Musik etwas ganz Besonderes zu machen“, erklärt Urs Läpple, der Leiter der Musikschule Kirchheim seine Intention für die Gestaltung des Programms. Nach dem Auftakt am Donnerstag ziehen die Musiker weiter ins Schlössle. Das große Finale, bei dem eine Gruppe von Blockflötenschülern aus dem Norwegischen Oslo die Kirchheimer Musiker unterstützen wird, findet am Dienstagabend in der Kirche Maria Königin statt.

Wie schon ihr Titel verrät, soll die Veranstaltung die Kontakte zwischen den Schülern, die sich für die Aufführungen zu Ensembles zusammenschließen, aber auch zwischen den Mitgliedern der Musikschule und den Gästen fördern, erklärt Läpple. Zudem sei es für die jungen Musiker eine hervorragende Möglichkeit, ihr Können in der Öffentlichkeit vorzutragen. Auch darum wählte Läpple das Rathaus, den öffentlichsten, zent­ralsten Punkt der Stadt, zum Veranstaltungsort.

War das Konzert, das sich in mehrere Abschnitte gliederte, zu Beginn noch spärlich besucht, drängten gegen Nachmittag mehr und mehr Gäste in den großen Sitzungssaal, um den Darbietungen der jungen Musiker zu lauschen, die mit beachtlicher Präzision unter den Augen der Herzöge hoch konzentriert Melodien zauberten. Angeleitet wurden sie dabei unter anderem von Blockflötenlehrerin Nadja Strand, die einige Zeit an der Osloer Musikschule unterrichtete. Sie war es auch, die den Kontakt zu den Norwegischen Schülern hergestellt hat.

Ihre Kollegin Angela Richter, die die Gäste mit einem Gesangssolo, zu dem sie sich selbst auf dem Klavier begleitete, unterhielt, erklärt worauf bei der Vorbereitung geachtet wurde: „Besonderes Augenmerk legten wir bei der Auswahl der Stücke darauf, dass so gut wie jedes der an der Musikschule unterrichteten Instrumente seinen Platz in der Aufführung bekommt.“ So hätten die Lehrer aus unterschiedlichen Musikstilen ausgewählt, aus denen über 35 Programmteile an den drei Aufführungstagen präsentiert würden, erklärt Richter, während die Zuhörer, die sich mittlerweile auch auf die Plätze der Stadträte verteilt hatten, Stücken wie der bekannten Weise „Es tönen die Lieder“ lauschten.