Lokales

Musikfeuerwerke der Extraklasse

Pyrotechniker aus Frankreich, Kanada und Deutschland liefern sich am Wochenende bei "Flammenden Sterne" einen spannenden Wettkampf. Musikfeuerwerke der Extraklasse verzaubern drei Tage lang den Himmel über dem Scharnhauser Park.

SABINE FÖRSTERLING

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Die Pyrotechniker aus Frankreich, Kanada und Deutschland liefern sich ab Freitag einen spannenden und emotionsgeladenen Wettkampf. Dabei werden die Akzente auf die Eigenheiten der einzelnen Länder gesetzt. Die Besucher der "Flammenden Sterne" erwartet auf dem ehemaligen Gartenschaugelände jedoch noch viel mehr.

"Schlimmer als die letzten zwei Mal kann es eigentlich nicht kommen", meinte Cheforganisator Jürgen Wünsche vom Event- und Festivalmanagement und blickt heuer optimistisch auf das Wetter am kommenden Wochenende. Trotz drei Tage Dauerregen und Kälte waren im vergangenen Jahr immerhin 20 000 Besucher zum Feuerwerkspektakel geströmt. Dies zeige, dass die "Flammenden Sterne", die nun in die vierte Runde gehen, über die Region hinaus einen guten Klang haben, sagte Ostfilderns Oberbürgermeister Christof Bolay bei einem Pressegespräch.

Im Mittelpunkt steht dieses Jahr wieder der Wettstreit der Pyrotechniker. "Wir haben die nächste internationale Garde aufgefahren", wies Joachim Berner hin. Der zweifache Weltmeister wird mit seinem Team von Innovative Pyrotechnik den deutschen Beitrag beisteuern. Die Franzosen von Pyragric werden am Freitag den Auftakt zünden. Das Feuerwerk besteche durch eine ausgefallene Choreografie, so Berner. Keltische Musik begleite den Himmelszauber, der klar strukturiert und dennoch recht temperamentvoll sei. "Die Kanadier hingegen werden am Samstag kunterbunt wie ihre Kultur sein." Ray Brazeau und Todd Faubert bieten innovative Technik, die Berner teilweise selbst noch nicht kennt. Facettenreich geht es auch bei der Musik zu, die von Klassik bis Pop reicht. Deutschland lädt dann am Sonntag zu einer kleinen musikalisch-pyrotechnischen Zeitreise ein. Das Barock wird ausschließlich durch Gold und Silber präsentiert. Die Farben und die Schusssequenzen nehmen auf dem Weg in die Gegenwart immer mehr Fahrt auf. Berner freut sich auf einen spannenden und emotionsgeladenen Wettkampf. Jeder der drei Teams findet die gleichen Bedingungen vor. Die Abschussvorrichtungen und die Zündtechnik wird gestellt. Die sprühende, akrobatische Show der Truppe "Flammandra" darf als Aufwärmgalopp abgestimmt auf das jeweilige Feuerwerk selbstredend auch nicht fehlen. Auf der Bühne entsteht das Paris des 19. Jahrhunderts mit dem glamourösen Funkeln des Moulin Rouge und der flammenden Revolution. Ein Hauch von Hollywood mit poetischen, verspielten und furiosen Bildern entführt nach Kanada. "Unsere alten Helden" stimmen auf Deutschland ein. Auf besonderen Wunsch der Besucher soll nun an allen drei Tagen bis zu 25 Heißluftballons auf dem ehemaligen Gartenschaugelände starten und glühen. Das Wetter muss aber mitspielen. Gaukler und Drachenbändiger machen das Festivalgelände unsicher. Darüber hinaus geben bei den "Flammenden Sternen" vier Bands den Ton an. Nach dem Himmelsspektakel veranstaltet Hit-Radio Antenne 1 am Samstag erstmals eine Party und ein großes Lagerfeuer wird entfacht. Am Sonntag findet ab 15 Uhr der große Marktkauf-Familientag statt. "Die Mehrheit der Anwohner sind für das Festival", wies OB Bolay angesichts der Proteste einer Bürgerinitiative hin. Organisator Wünsche wünschte sich, dass viele Besucher auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen.