Lokales

Mutwillige Zerstörung

An den Toiletten im Bildungszentrum Wühle nagt nicht nur der Zahn der Zeit. Erhebliche Kosten kommen auf die Stadt Weilheim auch zu, weil Schüler die WCs immer wieder mutwillig zerstören.

ANKE KIRSAMMER

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WEILHEIM Demolierte Türen der WC-Kabinen und zerstörte Toiletten regelmäßig treffen die Lehrer im Weilheimer Bildungszentrum Wühle auf den eigentlich "stillen Örtchen" auf Spuren von Vandalismus. Erfolg verspricht man sich nun in den Reihen des Kollegiums von einerVerlegung der Zugänge ins Schulgebäude. "Wir setzen auf soziale Kontrolle", sagte der Rektor der Grund- und Hauptschule, Christian Birzele-Unger in der jüngsten Sitzung des Verwaltungs- und Bauausschusses. Optimistisch stimmen den Schulleiter Erfahrungen mit den übrigen, im Schulhaus liegenden Toiletten. "Die sind weder beschädigt noch verschmutzt." Häufig vorbeikommende Lehrer und angrenzende Klassenzimmer täten da ihre Wirkung. Eine klare Absage erteilte Birzele-Unger damit Überlegungen von Seiten der Stadt, den Vorraum der WCs zur Überwachung mit Videokameras auszustatten. "Wir sollten auf den Vandalismus pädagogisch reagieren, weniger kriminalistisch", betonte der Rektor. Im Übrigen hätten die Lehrer den Schülern klar gemacht, dass Beschädigungen angezeigt werden. In einem Fall musste ein Junge nicht nur den Schaden bezahlen, sondern er bekam auch Arbeitsstunden aufgebrummt.

Stadträtin Gerda Schrägle setzte auf die Kontrolle der Schüler untereinander. "Man müsste ihnen klar machen, dass wir die Toiletten auf absehbare Zeit jetzt ein letztes Mal reparieren und sie dann eben mit den demolierten WCs leben müssen."

Insgesamt nimmt die Stadt für die Sanierung der Toilettenanlagen am Bildungszentrum Wühle 55 000 Euro in die Hand. Wie Kämmerer Reiner Philipp klarstellte, sind in dem Betrag neben der Verlegung des Zugangs und der Instandsetzung auch Kosten enthalten, die nach der 30-jährigen Nutzung ohnehin auf die Stadt zugekommen wären.

Einstimmig votierte der Ausschuss für die Sanierung, hob den Sperrvermerk auf und gab die Ausschreibung frei. Den Einbau einer Videoüberwachung in Höhe von 7000 Euro stellte das Gremium zurück. Um eine Nachrüstung zu ermöglichen, sollen jedoch Leerrohre eingebaut werden.