Lokales

"Nachwuchs ist Zukunft"

Noch nie haben so viele Auszubildende durch ihre hervorragende Leistung eine Belobigung oder einen Preis erhalten, erklärte IHK-Präsident Wolfgang Kiesel im Rahmen einer Feierstunde vor kurzem in der Nellinger Stadthalle.

KREIS ESSLINGEN Zum ersten Mal wurde eine gemeinsame Lehrabschlussfeier der neuen Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen abgehalten, die aus den ehemals selbstständigen Bezirkskammern Esslingen und Nürtingen besteht. Dadurch haben an der Winterprüfung 2004/2005 und an der Sommerprüfung 2005 insgesamt 1663 Auszubildende teilgenommen.

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44 Preisträgerinnen und Preisträger, die mit der Gesamtnote sehr gut abgeschlossen haben, wurden ausgezeichnet. 141 junge Frauen und Männer wurden mit einer zwei plus bedacht. Die Jahrgangsbesten sind die Industriemechaniker für Maschinen- und Systemtechnik Marc Schneider und Markus Euchner, die Leichtflugzeugbauerin Ulla Zilliken, die Kauffrau für Bürokommunikation Astrid Bidinger, der Kaufmann im Einzelhandel Benjamin Kasper sowie der Verkäufer Kai Steiner.

Nach der Devise "Nachwuchs ist Zukunft" bilden viele Unternehmen Jahr für Jahr junge Menschen aus, so Wolfgang Kiesel in seiner Ansprache. Damit investieren sie nicht nur in die eigene Zukunft, sondern wahren die Zukunftschancen vieler junger Menschen. "Dies ist eine große gesellschaftliche Verantwortung." Kiesel verwies auf eine ausgeglichene Lehrstellenbilanz, trotz ungünstiger Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Dies ist in seinen Augen sehr beachtlich, weil die Qualität der Bewerber oft nicht den Anforderungen der Unternehmen entspricht. Die Einstiegsqualifizierung ist auf solche Jugendliche zugeschnitten, die auf Anhieb wenig Chancen auf eine Lehrstelle haben. In halb- oder ganzjährigen Praktika werden ihnen festgeschriebene Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt, die die Industrie- und Handelskammern zertifizieren. Nach einem Jahr konnte das Projekt als Erfolg verbucht werden. Von 100 jungen Leuten, die sich für diese Maßnahmen entschieden haben, sind 60 Prozent von ihren Betrieben eingestellt worden und 15 Prozent haben eine Lehrstelle in anderen Ausbildungsbetrieben gefunden. Drei Viertel haben einen Ausbildungsplatz und gute Aussicht auf Beruf und Zukunft.

Der IHK-Präsident wies darauf hin, dass ein Ausbildungsberuf, der in diesem Jahr abgeschlossen wurde, immer seltener ein Beruf fürs ganze Leben sein wird. Viel eher ist er eine Ausgangsbasis für ein spannendes Berufsleben mit vielfältigen Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Für Musik sorgte die Bigband Jazz and Swing des Musikvereins Denkendorf mit Sängerin Claudia Grundl.

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