Lokales

Nachwuchsförderung

In einer Zeit, in der manche Firma zurückhaltend ist, wenn es um Ausbildungsplätze geht, zeigt das Unternehmen "Pro Optik", dass es auch anders gehen kann. Derzeit absolvieren mehr als 120 junge Menschen ihre Ausbildung zum Augenoptiker in einem der 45 Fachgeschäfte von Pro Optik.

GABY KIEDAISCH

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WENDLINGEN "Nachwuchsförderung wird bei uns groß geschrieben", sagt Geschäftsführer Peter Hoppert und verweist auf die firmeninterne Weiterbildung: im November wurde eine zentrale Lehrwerkstatt für Auszubildende des Unternehmens in Wendlingen eingerichtet. "Den eigenen Nachwuchs qualifiziert ausbilden", ist der Gedanke für die Einrichtung der zentralen Lehrwerkstatt im Langhaus über dem Pro-Optik-Fachgeschäft, im direkten Blickkontakt mit der Hauptverwaltung auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Neben der theoretischen Ausbildung an der Berufschule und in der Praxis im Fachgeschäft werden in der Werkstätte "ergänzend zum Lehrplan zusätzliche praktische und theoretische Fachkenntnisse erlernt, die sich durch den Einsatz neuester Fertigungstechniken und Materialien in der augenoptischen Branche ergeben", so das Ziel des Unternehmens. Konkret sieht das folgendermaßen aus: Sägen, Bohren, Feilen, Fräsen, Schleifen, Polieren, Löten, alles Fertigkeiten, die im Berufsalltag eines gelernten Augenoptikers beherrscht werden müssen und täglich gebraucht werden. Ebenso muss der Umgang mit unterschiedlichen Materialien geübt sein. Im ersten und zweiten Lehrjahr sind die Auszubildenden jeweils zwei Wochen in der Lehrwerkstatt, im dritten eine Woche.

Damit die zusätzliche Förderung auch effektiv ist, werden lediglich maximal acht Auszubildende pro Woche geschult. Die jungen Leute ab 16 Jahre kommen von allen Pro-Optik-Niederlassungen aus ganz Süddeutschland nach Wendlingen. Anfahrt, Unterkunft und Verpflegung organisiert und bezahlt das Unternehmen. Geleitet wird die Lehrwerkstatt von Andreas Hofbauer, der seine Schützlinge mit geschickter Hand führt und sie motiviert. Zum Ausbildungsstandard bei Pro Optik gehört auch ein Trainingscenter, in dem Kontaktlinsen-Seminare angeboten werden, Brillenanpassungen oder Verkaufsberatung trainiert werden.

Bis zu 70 Prozent der Azubis werden durchschnittlich von Pro Optik nach der Ausbildung übernommen. Wen nimmt es da wunder, dass das Unternehmen Wert auf gut ausgebildete Mitarbeiter legt. "Das wichtigste Kapital sind doch bestens ausgebildete Mitarbeiter", sagt Rainer Hildebrandt, weiterer Geschäftsführer von Pro Optik. Nicht umsonst leiten nicht wenige ehemalige Auszubildende zwischenzeitlich eine eigene Pro-Optik-Niederlassung.