Lokales

Nachwuchssorgen in Brucken und Schlattstall

Bedarfsplan der Lenninger Feuerwehr zeigt Investitionsbedarf auf

„Wie viel Feuerwehr braucht Lenningen?“ – Dieser Frage ging Kommandant Günther Hummel mit einem Team aus Führungskräften in den vergangenen Wochen auf den Grund. Jetzt stellte er dem Lenninger Gemeinderat den Bedarfsplan für die Wehr vor.

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NICOLE MOHN

Lenningen. Das Team analysierte die Leistungsfähigkeit der Abteilungen, bewertete Gefährdungspotenziale und prüfte, wo in den kommenden Jahren Investitionsbedarf besteht. Der neue Bedarfsplan beleuchtet nun verschiedene Aspekte: Risikofaktoren und Analyse der Alarmierungsstärke, Zukunftsfähigkeit und Fahrzeugausstattung wurden dabei unter die Lupe genommen. Aber auch Ausbildungsstand und den Erhalt der Leistungsfähigkeit hinterfragten Hummel und sein Stab im Rahmen der aufwendigen Analyse. „Der Bedarfsplan zeigt sowohl Stärken als auch Schwächen auf“, erklärte der Kommandant im Gemeinderat. Insgesamt attestierte Hummel seiner Wehr nach eingehender Prüfung eine solide Schlagkraft. Die zulässige Eintreffzeit von maximal 15 Minuten sei in 95 Prozent der Fälle gewährleistet. Probleme bereiteten hier teils die Steigen zur Albhochfläche, die vor allem im Winter die Eintreffzeiten verschlechtern könnten.

Wie viele andere Wehren kämpft auch Lenningen mit dem Problem, dass viele Feuerwehraktive tagsüber außerhalb der Gemeinde arbeiten. Trotzdem sei die Einsatzstärke tagsüber immer noch gewährleistet, so Hummel. Sorgen bereite der mangelnde Nachwuchs für die Abteilungen Brucken und Schlattstall. Wie es mit den Abteilungen einmal weitergehe, müsse die Zukunft zeigen. „In den nächsten fünf Jahren sind wir hier aber noch auf der sicheren Seite“, meinte der Kommandant. Dann würden sicherlich auch bauliche Mängel an den Gerätehäusern und notwendige Ersatzbeschaffungen bei der Fahrzeugausstattung eine Rolle bei den Erwägungen spielen, ob und in welcher Form die Abteilungen weiter bestehen könnten, so Hummel.

Für die Abteilung Schopfloch regt der Bedarfsplan zum Beispiel die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeugs 16/24 mit Truppbesatzung an. Da die Abteilung im Einsatzfall aber bis zu zehn Minuten und mehr auf sich allein gestellt sei, könne man sich in den ersten entscheidenden Einsatzminuten auf die Menschenrettung und Brandbekämpfung konzentrieren, da nicht sofort eine Wasserversorgung aufgebaut werden müsse.