Lokales

Nahezu überall war Betroffenheit zu spüren

Böller, Lärm, Raketen eigentlich wie immer an Silvester, doch der Jahreswechsel 2004/2005 wirkte einfach gedämpfter. Nicht nur Jubel, Trubel und Heiterkeit bestimmte das Geschehen in den Wohnzimmern oder auf den Straßen. Die schreckliche Flutkatastrophe hatte bei der Stimmung der Menschen deutliche Spuren hinterlassen.

RUDOLF STÄBLER

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KIRCHHEIM Angesichts von bisher rund 150 000 Toten war es auch für den Hartgesottensten nicht einfach, zur Tagesordnung überzugehen. Natürlich wurde gefeiert, doch in Gesprächen mit Freunden, Nachbarn und Zufallsbekannten war deutlich herauszuhören, dass dieser Jahreswechsel einfach ein anderer ist.

Einen ruhigen Jahreswechsel gab es auch für die Feuerwehren im Landkreis Esslingen, größere Einsätze waren nicht zu verzeichnen. So rückte die Feuerwehr Kirchheim-Nabern zu einem Kleineinsatz aus. Um 0.03 Uhr löste eine Brandmeldeanlage in Esslingen einen Fehlalarm aus. Die Feuerwehr Weilheim rückte um 0.08 Uhr zu einem Balkonbrand aus. Zur Brandbekämpfung an brennenden Altkleidercontainern rückten die Wehren um 1.03 Uhr in Esslingen und um 2.12 Uhr in Denkendorf aus. Ein Gartenhausbrand in Esslingen wurde um 3.03 Uhr gemeldet, trotz raschen Eingreifens der Feuerwehr wurde das Gartenhaus vollständig von den Flammen zerstört. Zu Hilfeleistungseinsätzen bei Personennotlagen rückte die Feuerwehr in Leinfelden-Echterdingen um 3.40 Uhr und in Filderstadt-Bernhausen um 4.10 Uhr aus. Verletzte Personen und größere Sachschäden wurden nicht gemeldet.

Aus Sicht der Polizei verlief die Silvesternacht ruhig. Es gab lediglich 15 Unfälle im gesamten Kreisgebiet. Allerdings wurde die Polizei zu mehreren Schlägereien bei Veranstaltungen gerufen. Es handelte sich aber um leichte Körperverletzungen, die auf Grund zu hohem Alkoholgenusses stattfanden. Erfreulicherweise musste aber in der Silvesternacht kein Führerschein in Verwahrung genommen werden.