Lokales

Nationalstaaten sollen nicht "Weltsalat" weichen

Die Republikaner sehen die sich immer schneller vollziehende Abtretung nationalstaatlicher Kompetenzen im Zuge von Globalisierung und europäischer Integration zu Gunsten übernationaler Organisationen mit zunehmender Sorge.

O:5080515.JP_Viele deutsche Poliktiker sind offensichtlich der Meinung, dass die Nationalstaaten einer Art "Weltstaat" zu weichen haben. Die Republikaner lehnen eine derartige Sichtweise entschieden ab. Es ist nichts gegen eine vernünftige internationale Zusammenarbeit zu sagen. Es darf aber doch erinnert werden, dass die "soziale Marktwirtschaft" als eine der wichtigsten Errungenschaften nach dem 2. Weltkrieg auch künftig nur im nationalen Rahmen zu realisieren sein wird oder verschwinden wird. Es sollte doch endlich erkannt worden sein, dass grenzenlose Solidarität die Finanzierungsgrundlagen jeglichen Sozialstaates untergräbt. Auch deshalb wenden sich die Republikaner gegen die in Deutschland praktizierte Zuwanderungspolitik, welche die Aufnahmemöglichkeit des Landes weit überfordert hat.

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Immer stärker schlägt auch das Schwinden jeglichen Gemeinschaftsgefühles zu Buche, das eine der Grundvoraussetzungen für das Funktionieren eines Staatswesens darstellt. Im Zusammenhang mit der Naturkatastrophe im Süden der USA, dem Zusammenbruch jeglicher Ordnung und der Herrschaft marodierender Banden nach dem "Recht des Stärkeren" muss gefragt werden, ob so etwas auch in Deutschland möglich wäre. Vor zwanzig Jahren hätte man diese Frage entschieden mit Nein beantwortet; heute kann man sich mindestens in einigen multikulturell geprägten Großstädten dessen nicht mehr sicher sein. Leider ist in den letzten Jahren das Schwinden des Gemeinschaftsgefühles einher gegangen mit dem Verlust des Nationalbewusstseins, das in der Regel durch ein hohes Maß an Gemeinsamkeiten im Hinblick auf Einstellungen, Werte und Normen geprägt ist. Dass das Bewusstsein dieser Gemeinsamkeiten durch die weitgehende Infragestellung des Nationalstaates durch den "linken Zeitgeist" mehr und mehr verloren geht, kann deshalb nicht überraschen.

Ohne Wiederbelebung traditioneller Werte wie Disziplin, Fleiß, Ordnung, Anstand und Ehre und einem positiven Verhätnis zu Staat und Nation wird unser Land nicht aus seiner Orientierungskrise herauskommen. Viele Fehlentwicklungen der letzten Jahrzehnte von der Abgabe deutscher Souveränitätsrechte, der Zulassung einer nicht zu verkraftenden Zuwanderung bis zur Verleugnung der demografischen Probleme gehen auf die Vorstellung zurück, Deutschland habe durch die Verbrechen des NS-Regimes sein Lebensrecht verwirkt. Die Republikaner meinen, dass eine Verengung der deutschen Geschichte auf die Zeit des Nationalsozialismus nicht angebracht ist. Es ist auch nicht in Ordnung, wenn frühere Generationen, die in schwereren Zeiten gelebt haben, pauschal verunglimpft werden. Schuld kann nur in Einzelfällen auftreten; kollektive Schuldzuweisungen an ganze Völker sind unvertretbar und haben oft rassistische Wurzeln.

Insgesamt können die Deutschen auf eine über tausend Jahre alte Geschichte mit vielen technischen und kulturellen Spitzenleistungen durchaus stolz sein. Auf dieser Grundlage können auch Selbstbewusstsein und Optimismus für die vor unserem Land liegenden Aufgaben geschöpft werden. Dazu gehört auch ein Eintreten für das Heimatrecht der deutschen Vertriebenen. Die unsäglichen Benesch- und Bierut-Dekrete, die teilweise heute noch Rechtswirkung haben, müssen abgeschafft werden. Eine Entschuldigung durch die Vertreiberstaaten hätte schon vor deren Eintritt in die EU selbstverständlich sein müssen. Die Republikaner unterstützen auch die Gedenkstätte für die Vertreibungsopfer in Berlin.

pm