Lokales

Neben finanzieller auch ideelle Unterstützung

Nachdem Nico, Sergej und Waldemar im vergangenen Jahr Dr. Jörg Mosolf einen Besuch in seinen Geschäftsräumen abstatten durften, war er gestern Gast in "ihrem" als Stadtteiltreff konzipierten und von ihnen teilweise auch mitgebauten "Pavillon am Rambouilletplatz". Mit einem Scheck über 5 000 Euro unterstützt der großzügige "Pate" die mit viel ehrenamtlichem Engagement geleistete Hilfe zur Selbsthilfe.

WOLF-DIETER TRUPPAT

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KIRCHHEIM Über willkommene Besucher und einen ganz besonders anregenden und vor allem auch sehr wertvollen Gedankenaustausch konnten sich gestern die für den Stadtteiltreff "Pavillon am Rambouilletplatz" Verantwortlichen freuen. Neben Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker und Sozialamtsleiter Roland Böhringer konnten sie mit Dr. Jörg Mosolf einen inzwischen schon "guten alten Bekannten" willkommen heißen, der gestern keinesfalls mit leeren Händen in die Ecke der Stadt zurückkehrte, an der auch er seine Jugend verbrachte.

5 000 Euro stand auf dem Scheck, den der Geschäftsführende Gesellschafter der Internationalen Spedition Horst Mosolf GmbH & Co. KG den Verantwortlichen des von vielen ehrenamtlich sich engagierenden Jugendlichen mitgetragenen Projekts überreichen konnte. Ganz besonders wertvoll war aber für Nico Steinhauer, Sergej Maisner und Waldemar Kolomiez die erneute Begegnung mit dem erfolgreichen Unternehmer, der ihnen nicht nur wertvolle Tipps gab, sondern auch weitere ideelle Unterstützung zusagte, um die erfolgreich angelaufenen Bemühungen um eine noch bessere Integrationsarbeit zu unterstützen.

Die von der Stadt behutsam an ihn herangetragene Frage einer möglichen Patenschaft für dieses wichtige Projekt nimmt der erfolgreiche Unternehmer zweifellos sehr ernst. Beim gestrigen Treffen widerholte Dr. Jörg Mosolf seine bereits im November gegebene Zusage unkomplizierter Hilfe, wenn es beispielsweise darum geht, für die dort regelmäßig sich treffenden Jugendlichen einen geeigneten Referenten zu finden, der sie kompetent über die aktuelle Lehrstellensituation informieren oder sie auch umfassend über das Thema Bewerbung zu informieren.

Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker und Sozialamtsleiter Roland Böhringer zeigten sich gerne bereit, dieses wertvolle Angebot aufzugreifen und durch entsprechend enge Zusammenarbeit aller für Jugendliche in der Stadt sich Engagierenden dafür zu sorgen, dass dann auch möglichst viele junge Menschen eine solche Chance nutzen können, sich bei einem Mann aus der Praxis umfassend zu informieren und vor allem auch sich selbst in Unternehmen vorstellen zu können, die sich einem solchen Projekt anschließen und sich ebenfalls den Jugendlichen öffnen. Ganz wichtig sei es schließlich, Jugendlichen, die sich uneigennützig für andere engagieren auch eine entsprechende Chance zu geben, machte Dr. Mosolf deutlich und zeigte sich überzeugt, dass sich dieses Integrationsmodell richtig und vor allem auch nachhaltig entwickeln wird.

Dass aus dem "Pavi" schon längst sehr viel mehr geworden ist, als ein von engagierten Jugendlichen mit aufgebauter Treffpunkt, wurde dabei deutlich. Nachdem mit einer vorangegangenen Spende des international agierenden Speditions-Unternehmens schon die Möblierung des Pavillons ermöglicht und eine Küchenzeile des Kirchheimer Schlossgymnasiums übernommen werden konnte, sind die Verantwortlichen auf dem Weg, hier einen generationsübergreifenden Treffpunkt zu installieren, schon ein eindrucksvolles Stück weitergekommen.

Neben dem sehr intensiv nachgefragten Treffpunkt für die in dieser Ecke der Stadt lebenden Jugendlichen, die teilweise schon beim Ausbau des Pavillons mitgearbeitet haben, treffen sich dort längst auch Erwachsene. Neben einem Schülercafe und einem aus der Spielplatzbetreuung hervorgegangenen montäglichen Treff für kleinere Kinder begegnen sich im Pavillon mittwochs auch Senioren im vierzehntägigen Rhythmus. Weitere Angebote wie beispielsweise eine Sprachhilfe oder auch eine Hausaufgabenbetreuung sollen ebenfalls noch ins Programm aufgenommen werden.