Lokales

Neben Platz vier feiert der Yachtclub Teck mit Glühwein sein zweijähriges Bestehen

KONSTANZ Horst Brändle vom Yachtclub Teck hat bei der Regatta der Eisernen auf dem Bodensee den vierten Platz mit seinem Schiff Capricorno belegt. Wolfgang Dannecker ging mit der Yachtclub eigenen "Kaot" nach gesegelter Zeit als letztes Schiff über die Ziellinie. Die übrigen Schiffe des Yachtclubs Teck belegten mittlere und hintere Plätze in ihren Feldern.

Anzeige

Zum Abschluss der Regattasegler auf dem Bodensee trafen sich 247 Crews, um mit ihren Jollen, Katamaranen, Jollenkreuzern und Kielbooten die letzten Sieger des Jahres zu küren. Der Yachtclub Teck nahm mit seinen fünf vereinseigenen Segelschiffen teil, zwei weitere Mitglieder auf Privatyachten.

Bei der Skipperbesprechung lagen noch vereinzelt Nebelschwaden auf dem Bodensee. Die Wetterberichte zweier Wetterdienste konnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine sagte Windstärken von 4 Beaufort (Bf.), der andere von 0 bis 2 Bf. voraus. Zum Bedauern der Mehrheit der Mitglieder des YCuT, dessen Vereinsschiffe mehr Wind brauchen, traf die Schwachwindvorhersage zu.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und etwas Reif auf den Schiffen ging das Regattafeld etwas verspätet auf den Dreieckskurs im Konstanzer Trichter, da abgewartet wurde, ob und aus welcher Richtung der Wind kommen könnte. Der erste Regattaschenkel wird grundsätzlich gegen den Wind gesegelt. Nachdem der Wind aus eher östlicher Richtung zu kommen schien, wurde zunächst in Richtung Eichhorn aufgekreuzt.

Die Capricorno setzte sich gleich mit anderen schnellen Yachten vom Feld ab und nahm den aus Süd drehenden Wind auf der Schweizer Seite optimal mit. Die Schiffe des Yachtclubs blieben etwas zurück und mussten auf beinahe 0 Bf. abflauende Winde hinnehmen, die erst nach mühsamer Rundung der ersten Tonne wieder etwas zunahmen, je näher sich die Schiffe dem Schweizer Ufer näherten.

Als die Capricorno bereits die dritte Tonne gerundet hatte und dem Ziel zusteuerte, näherten sich die anderen Mitglieder des Yachtclubs der zweiten Tonne. Vom Yachtclub rundeten diese Gerhard Weißinger auf der "Karin", einer erst vor einer Woche vom Yachtclub gekauften Sun Odyssey 34.2, vor Rolf Patzig auf seiner "Topas", Frank Thomas auf der "Grafuno", Jürgen Hülß auf der "Albwind", Herbert Mössinger auf der "Teck" und Wolfgang Dannecker auf der "Kaot".

Auf dem Vorwindkurs zur dritten Tonne fiel die "Kaot" wegen eines technischen Defekts und mangels eines Spinnakers weit zurück, gab aber trotz wieder abflauender Winde nicht auf. Horst Brändle und die Capricorno konnten das begrenzte Windfenster optimal nutzen und querten nach 1.27,01 Stunden die Ziellinie. Spannend wurden dann noch interne Positionskämpfe. Die "Karin" überquerte nach 2.30,36 Stunden drei Minuten vor der "Topas" die Ziellinie. Knapp vier Minuten später folgte die "Albwind", die auf den letzten 500 Metern noch an der "Grafuno" vorbeiziehen konnte. Nach 3.00,57 Stunden folgte dann bei kaum mehr spürbarem Wind die "Teck".

Auf eine Geduldsprobe wurden die Zielrichter von ständig drehenden Winden und insgesamt acht Schiffen gestellt. Diese lagen bei drehenden Winden zwischen 0 und 1 Bf. über 40 Minuten knapp 100 Meter vor der Ziellinie und kamen dieser nicht näher. Ein paar gaben entnervt auf, die "Kaot" querte nach 4.22,41 Stunden als letztes gewertetes Schiff die Ziellinie und kehrte bei eintretender Dunkelheit in den Hafen nach Konstanz zurück, wo die anderen Mitglieder des YCuT begannen, mit Glühwein und Saitenwürsten das zweijährige Jubiläum des Yachtclubs zu feiern.

Schnellstes Schiff nach gesegelter Zeit war die "Goon" des Österreichers Salzmann mit 1.21,47 Stunden, nach berechneter Zeit der deutsche Christian Stock auf seiner Jolle.

jh