Lokales

Negative Investitionsrate

Der Haushaltsplan 2005 und die Haushaltssatzung wurden während der jüngsten Sitzung des Notzinger Gemeinderates ohne Diskussion einstimmig verabschiedet.

IRIS HÄFNER

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NOTZINGEN Ungewohnt versöhnliche Töne schlug Notzingens Bürgermeister Flogaus an, als er auf den Haushalt 2005 zu sprechen kam. Weil die Bodenbachgemeinde in der Steuerkraftsumme weit abgerutscht ist, schlägt die erhöhte Kreisumlage nicht so hoch zu Buche wie in den Vorjahren. "Der Kreis sitzt wie wir auf dem Trockenen", so der Schultes.

Andere Gemeinden mussten Schulden aufnehmen, um den Haushalt ausgleichen zu können. Dies ist Notzingen noch erspart geblieben. Der Haushaltsplan 2005 hat ein Gesamtvolumen von rund 5,2 Millionen Euro. Davon entfallen auf den Vewaltungshaushalt rund 4,4 Millionen Euro und auf den Vermögenshaushalt rund 800 000 Euro. Da der Verwaltungshaushalt keinen Gewinn erwirtschaften konnte, musste auf den Vermögenshaushalt zurückgegriffen werden. Mit Tilgung liegt die Nettoinvestitionsrate daher im Minus in Höhe von über 200 000 Euro.

Dabei stehen einige dringende Aufgaben an, die Notzingen in naher Zukunft angehen will. An oberster Stelle stehen hier die Wasserleitungen. Ein Rohrbruch in der Ötlinger Straße musste als Übergangslösung geflickt werden. "Wir haben noch so ein paar Ecken", erinnerte Jochen Flogaus an "wilde Leitungsverläufe" in der Ortsmitte. Einer davon ist auch der Herdfeldbuckel, dessen Sanierung ebenfalls ansteht. Hier liegen die Wasserleitungen sogar unter der Abwasserleitung. "Wir sollten die Planung erst dann angehen, wenn mit den Anwohnern alles geklärt ist", gab Hans-Joachim Heber-ling zu Bedenken. Dies sei so weit der Fall, konnte der Schultes berichten. Ein gemeinsamens Gespräch soll endgültige Klarheit bringen.