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Nein, ich bin nicht schwanger. Das wäre biologisch ...

Nein, ich bin nicht schwanger. Das wäre biologisch gesehen nach jetzigem Stand der Wissenschaft noch nicht möglich und gibt's deshalb nur im Film. Doch ich befinde mich gerade wohl auch in einem

IO:12010601.JP_schlechten Film, denn "Der Bauch muss weg!" So titelte meine erste Kolumne vor einer Woche im Rahmen der Pfundsfit-Aktion der AOK. Nun, wie man sieht, der Bauch er ist noch da. Alles andere wäre ja auch ein Wunder oder nur mit "medizinisch-chirurgischer Nachhilfe" zu erklären. "Auf in den Kampf" frei nach Carmen gegen die bösen Fettzellen hatte ich mir vergangene Woche auf die Fahnen geschrieben und wurde in Kapitel eins des Abnehmbuchs erst einmal ausgebremst.

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Bestandsaufnahme lautet das Zauberwort. Also habe ich ganz brav in mein Pfundsfit-Tagebuch alles eingetragen, was ich in der vergangenen Woche so genossen habe Strich für Strich. Was dabei herausgekommen ist, ist Thema in der zweiten Woche. Wie mein "Supperfatty" heißt wird hier deshalb noch nicht verraten. Interessant zu erfahren war jedoch, welches Leckerli mit welchen Fettaugen zu "Bauche" schlägt. Und da waren schon ein paar "Hämmer" dabei, die ich künftig wohl vom Speiseplan streichen werde. Eine besondere Gefahr bestand und besteht immer dann, wenn die Zeit gefehlt hat, um etwas zu kochen oder um sinnvoll essen zu gehen. Da hat man sich dann doch, wenn der Hunger kam, auf die Schnelle und ganz bequem am Imbissstand versorgt, was bei einer schönen Curry- oder Bratwurst gleich mit 14 Fettaugen zu Buche schlägt ein Horrorwert und gleichzeitig Festschmaus für die Fettzellen. Doch nach drei Stunden war der Hunger wieder da. Auch die Fast-Food-Restaurants liegen immer schön auf der Strecke, wenn man auf Foto-Tour geht. Die habe ich aber letzte Woche einfach mal links liegen lassen. Was einem gehörig die Lust am neuen Aktivsein genommen hat, war und ist das Wetter. Montags stehen eigentlich immer Bewegungsspielchen mit Ball auf dem Programm, der Freundeskreis Fußball trifft sich beim Stadion zum Kicken. Doch bei einem Wetter, bei dem man sprichwörtlich nicht einmal den eigenen Hund vor die Türe jagen mag, ist es mit der eigenen Motivation auch nicht zum Besten bestellt. Allerding das Aktiv-Programm der ersten Woche rief zum Walking-Test. 2000 Meter in einem Zeitrahmen von 15 bis knapp 17 Minuten galt es zu gehen oder zu walken, nicht zu joggen. Diese Zeit habe ich mit 14,45 Minuten trotz Schneetreiben und Gegenwind sogar unterboten.

Im Buch steht, "Such Dir eine Sportart die zu dir passt und Spaß macht. Nun, ehrlich gesagt, in der Gruppe macht es mir außer beim Kicken keinen Spaß, es geht aber umso besser alleine. Im Sommer war's Schwimmen, ab heute steht Radfahren auf dem neuen Hometrainer auf dem Programm. Mein errechneter Body-Mass-Index (Körpergewicht geteilt durch Größe im Quadrat) fällt mit einem Wert von 28,72 in die Kategorie Übergewicht, was es nun gilt langsam aber sicher abzubauen. Das erreiche ich durch die Erhöhung des Energie-Gesamtumsatzes mit dem Aktivitätsfaktor. Wollen wir wetten? Jetzt geht's erst richtig los.

Jörg Bächle