Lokales

Neu: Anstatt 26 jetzt 32 Stellplätze

In jüngster Sitzung des Bissinger Gemeinderats beriet das Gremium Anregungen und Bedenken, die zum Bebauungsplan "Täle/Kobel" von einem Privatmann sowie Behörden geäußert wurden.

RICHARD UMSTADT

Anzeige

BISSINGEN Schon seit Jahren ist der Bissinger Kleintierzuchtverein auf der Suche nach einem geeigneten Domizil. Inzwischen wurde ein Areal, das sich an die Kleingartenanlage an der alten Weilheimer Straße anschließt, gefunden und von der Gemeinde der Bebauungsplan "Täle/Kobel" auf den Weg gebracht. Kleingärtner und Kleintierzüchter wurden dazu gehört. Ebenso konnten weitere Privatleute, etwa Grundstücksnachbarn, sowie die so genannten Träger öffentlicher Belange zu dem Plan Stellung beziehen. Diese "Anregungen und Bedenken" berieten die Bürgervertreter in ihrer Ratssitzung in Ochsenwang.

Einmütig beschloss das Ratsgremium auf die Einwendung eines Privatmannes hin, diesem gewisse Einschränkungen zuzumuten, um etwa eine Abdrift von Spritzmitteln bei entsprechendem Wetter in Richtung Kleintierzuchtanlage zu verhindern. Ebenso einhellig befürworteten die Bürgervertreter einen zehn Meter breiten Gewässerrandstreifen beidseits der Böschungsoberkante des durch die Kleingartenanlage fließenden Sörbachs. Dieser war vom Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz gefordert worden.

Einstimmig sprach sich der Gemeinderat auch für eine geringere Dachneigung bei Vereinsheim und Geräteschuppen sowie ein Verschieben des Schuppens nach Norden aus.

Regenwasser kann in Zisternen oder sonstigen Auffangbehältern gesammelt werden, wie dies bereits zum Teil in der Kleingartenanlage geschieht. So sieht es der Planentwurf vor. Ebenso regelt er, dass auf Grundstücken in der Gartenanlage, die kleiner als 100 Quadratmeter sind, keine Gerätehütten stehen dürfen. Nebengebäude, die nichts mit der Zucht der Kleintiere zu tun haben, sollen nach dem Willen des Gemeinderats im Bereich der Kleintierzuchtanlage generell ausgeschlossen werden.

Mit einer Gegenstimme beschloss das Gremium, auf Anregung der Verkehrsbehörde, die Zahl der Stellplätze von 26 auf 32 zu erhöhen.

Den Antrag des Kleintierzuchtvereins, sowohl das Vereinsheim als auch den Geräteschuppen zu vergrößern, um dem Bedarf anzupassen, befürworteten neun Gemeinderäte bei zwei Enthaltungen.

Die aktuellen Änderungen arbeitet die Gemeinde in den Bebauungsplanentwurf ein und legt in der nächsten Ratssitzung einen neuen Entwurf vor. Diesen wiederum müssen die Bürgervertreter erneut absegnen.

Die Erschließung des künftigen Kleintierzucht-Geländes wird sich auf Grund der Haushaltssperre des Landes verzögern, teilte Bürgermeister Wolfgang Kümmerle mit. Vom Stopp des Ministerpräsidenten betroffen ist ein Zuschuss für die Abwasserdruckleitung der Kleintierzuchtanlage. Der Bürgermeister rechnete deshalb mit einem Baubeginn Ende August/Anfang September. Im Übrigen teilte der Verwaltungschef mit, dass die Gemeinde ab 1. September Eigentümerin des Grundstückes ist, auf dem später die prämierten Hühner gackern und die Zuchtenten schnattern werden.