Lokales

Neu entwickeltes Strategiekonzept

Auch das Ehrenamt arbeitet inzwischen systematisch und mit moderenen Methoden, um die knappen Ressourcen möglichst positiv einzubringen. Ein Beispiel für solche Methoden ist die sogenannte "team-Strategie". Ein speziell für das Technische Hilfswerk (THW) entwickelte Konzept, das die ehrenamtlichen Helfer vor Ort unterstützt.

KIRCHHEIM Nein, keine "oberflächliche Management-Mode" sei das von der THW-Bundesleitung und Vertretern des Ehrenamtes entwickelte team-Strategie-Konzept. Vielmehr gebe es einen Themenrahmen und Leitlinien vor, die von den Helfern vor Ort mit eigenen Ideen ergänzt und umgesetzt würden. "Das motiviert und spornt an", findet die stellvertretende Kirchheimer Ortsbeauftragte Maren Krebs.

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Entstanden ist das Konzept vor dem Hintergrund, das THW fit für die Zukunft zu machen. Dabei kämpfen die Helfer mit komplexer werdenden Aufgaben, zunehmenden Einsätzen, eingeschränkten Finanzen und abnehmender Bereitschaft zu längerfristigem Engagement, sprich weniger Menschen, die in ihrer Freizeit ehrenamtlich Verantwortung übernehmen. Um diesen Herausforderungen gewachsen zu sein, entwickelte eine Arbeitsgruppe fünf Zielfelder mit insgesamt 17 Unterzielen welche Aufgaben müssen mit welchen Ressourcen in nächster Zeit bewältigt werden. team-Strategie steht dabei nicht nur für Teamwork, sondern für Transparent, Engagiert, Aktiv und Miteinander. Die Zielfelder reichen von der Ausstattung und der Organisation bis hin zu Wissensaustausch und Helfermotivation.

Der THW-Ortsverband Kirchheim ist neben Schorndorf und Bietigheim einer der drei landesweit ausgewählten Ortsverbände, die das neue Strategiekonzept testen und umsetzen. In einem ersten Seminar haben die Kirchheimer Helfer gemeinsam eine Potenzialanalyse durchgeführt: Wo liegen unsere Stärken? Was müssen wir unternehmen, um diese weiter auszubauen und nachhaltig zu sichern? Welche Hindernisse könnten im Weg stehen?

"Gespannt und ein bisschen überrascht" äußert sich der Kirchheimer Helfersprecher Peter Bäumchen über das Ergebnis. "Wir haben eine sehr konkrete To-Do-Liste mit festen Meilensteinen vereinbart, die wir jetzt systematisch angehen." Nicht, dass nun alles anders werden soll immerhin arbeiten die Ehrenamtlichen bereits emsig an ganz unterschiedlichen Themen. Aber die THW-Helfer sind dennoch überzeugt, dass sich die "team-Strategie" als ein alle Teilprojekte überspannendes Gesamtkonzept positiv auf die Arbeitsweise auswirken wird. "Jetzt gilt's" ist das Motto bei der ersten Feedbackrunde in gut drei Monaten wird sich zeigen, welche Fortschritte erzielt worden sind.

lm