Lokales

Neue Bedarfsplanung liegt vor

Die Kindergärten in Schlierbach werden trotz einer Anzahl freier Plätze vorerst in der bisherigen Gruppenstärke weiter geführt. Grundlage für diese Entscheidung war die neueste Kindergartenbedarfsplanung, die der Gemeinderat jetzt einmütig verabschiedete.

BORIS -MARC MÜNCH

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SCHLIERBACH Die Schließung einer Gruppe hätte eine massive Umverteilung zwischen den drei Kindergärten in Schlierbach zur Folge. Die Einzugsbereiche müssten geändert werden und Kinder in andere Gruppen wechseln, teilte Bürgermeister Paul Schmid dem Gremium mit. Außerdem hätten sich durch Zuzüge und Neubauten im Gebiet Seestraße/Schlat die Zahlen gegenüber dem Vorjahr stabilisiert und lägen nun sogar etwas höher als geplant. Paul Schmid erwartet, dass auch künftig vor allem junge Familien im neuen Baugebiet "Vor der Sommerweide" bauen und rechnet daher zumindest mittelfristig mit einem leichten Anstieg der Kinderzahlen.

Keine finanzielle Entlastung bringt laut Schmid die Einrichtung von Halbgruppen. Für die Gruppe im Dr.-Irmgard-Frank-Kindergarten gelten längere Öffnungszeiten und ein anderer Stellenschlüssel, so der Rathauschef. "Schon bei einer geringen Personalreduzierung bestünde ein Bedarf an Aushilfskräften oder Springern." So werden die Kindergärten in Schlierbach vorerst in der bisherigen Personalstärke weiter geführt.

193 Kinder können die vier Einrichtungen maximal aufnehmen, 155 Kinder werden im Jahr 2005 tatsächlich betreut. 160 Kinder werden es nach den Berechnungen der Verwaltung im Jahr 2006 sein.

Die CDU stimmte dem Bedarfsplan zu, will aber "das Personal im Auge behalten," falls sich die Zahlen wider Erwarten nach unten verschieben. Dann müsse die Verwaltung Maßnahmen ergreifen, verlangte Kurt Moll. "Wir werden die Zahlen beobachten," versprach Schmid. Natürlich wäre es finanziell wesentlich günstiger, nur eine oder zwei Einrichtungen zu unterhalten. Bei unserer Struktur hätten wir damit allerdings ein mittleres Problem, sagte Schmid.

Die gegenwärtige Lösung mit vier Kindergärten habe der Gemeinderat in den siebziger Jahren getroffen, womit man heute leben müsse. In Folge des Tagesbetreuungsgesetzes, dabei geht es vor allem um die Betreuung von Kleinkindern bis zu drei Jahren, könnte freilich in der Zukunft alles ganz anders kommen. "Deswegen müssen wir uns möglichst frühzeitig um ein schlüssiges Konzept bemühen und verschiedene Modelle analysieren", so Schmid.