Lokales

Neue Betrugsmasche

Mit den Ermittlungen zu einer neuen Betrugsmasche befasst sich zurzeit das Betrugsdezernat der Polizeidirektion Esslingen.

KIRCHHEIM Dabei wird bei Autokäufen übers Internet von den Kaufinteressenten eine Anzahlung verlangt. Nach der Zahlung verschwinden die "Verkäufer" dann aber spurlos.

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Die vermutlich aus dem europäischen Ausland stammenden Betrüger suchten dabei Kontakt zu dem Verkäufer eines hochwertigen Pkw im Landkreis Esslingen. Auf das Angebot waren sie über die Auktionsplattform eines großen Internetanbieters aufmerksam geworden, bei dem der Verkäufer seinen Pkw eingestellt hatte. Zunächst täuschten die Täter Kaufinteresse vor und verlangten weitere Informationen über den Pkw und die Rechtmäßigkeit der Veräußerung. Hierzu baten sie den Verkäufer um eine Kopie des Kraftfahrzeugbriefes, des Personalausweises sowie seiner Kontodaten.

Mit diesen Daten wiederum boten die Täter den Pkw zu einem weitaus günstigeren Preis auf einer anderen Auktionsplattform im Internet ebenfalls zum Verkauf an. Davon wusste natürlich der rechtmäßige Eigentümer des Pkw zunächst nichts. Die Täter verlangten für dieses Schnäppchen wegen des günstigen Preises von dem potenziellen Käufer eine Sicherheit im Wege der Vorkasse in Höhe von 4000 Euro. Als Grund hierfür gaben sie an, dass so mögliche Betrüger abgeschreckt werden sollen.

Ein 37-jähriger Esslinger überwies dann das Geld auf ein Konto der Western Union Bank. Danach hörte er nie wieder etwas vom "Verkäufer". Auch schlugen alle Versuche fehl, mit dem oder den Unbekannten Kontakt aufzunehmen. Die Ermittlungen dauern an.

Die Polizeidirektion Esslingen weist in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass es neben vielen seriösen Anbietern bei Online-Auktionen immer häufiger schwarze Schafe gibt. Die Alarmglocken sollten insbesondere dann läuten, wenn die Identifizierung des Anbieters nicht möglich oder erschwert ist. Seriöse Anbieter nennen ihre Geschäftsadresse und Telefonnummer, während andere eine nicht nachvollziehbare E-Mail-Adresse benutzen. Gerade bei "Online-Auktionen" wie im vorgenannten Fall kann es vorkommen, dass Vorkasse verlangt wird und die tatsächlich versprochene Ware nicht oder nicht mit der versprochenen Qualität geliefert wird. Das Betrugsdezernat empfiehlt in diesen Fällen den Treuhanddienst der Online-Auktionshäuser in Anspruch zu nehmen.

lp