Lokales

Neue Räume erleichtern das Lernen

Freude am Ludwig-Uhland-Gymnasium bei der Einweihung – Lernen ist auch ein körperlicher Vorgang

„Lernen ist auch ein körperlicher Vorgang“, so Dr. Andreas Jetter, Schulleiter am Ludwig-Uhland-Gymnasium. Grund für seine Überlegungen war die offizielle Übernahme der neuen Naturwissenschaft- und Technik- sowie der neuen Kunsträume in der Lehranstalt.

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Rudolf Stäbler

Kirchheim. Und Dr. Jetter hatte bei der kleinen Feierstunde zur Übernahme der Räume am Samstag auch gleich die Antwort parat. „Die Lernumwelt macht sehr viel für den Lernerfolg aus“. Er wusste zu berichten, dass zurzeit rund 1 500 Schüler am Ludwig-Uhland-Gymnasium von 120 Lehrkräften unterrichtet werden. Die räumliche Umgebung und Enge habe man oft schon weder Schülern noch Lehrern zumuten können. Sein Dank für schnelle Abhilfe galt deshalb der Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker und auch dem Gemeinderat. „Sie haben uns mit dieser Baumaßnahme sehr geholfen“. Lob galt auch der Architektur, namentlich Matthias Bankwitz vom Büro Bankwitz und Architekten. Dort sei erkannt worden, dass Lehrer und Schüler Tausende von Stunden in der Schule verbringen müssen „und dafür bedarf es einer guten Architektur“.

Angelika Matt-Heidecker erinnerte an den Werdegang des jetzt fertiggestellten Um- und Anbaus. Im April 2007 sei Dr. Jetter in ihr Büro gestürmt. Eine Unterrichtung der Kinder sei unter den derzeitigen Umständen nicht mehr machbar, und an einen vernünftigen Unterricht überhaupt nicht zu denken. Auch der Gemeinderat hat sehr schnell die Problematik erkannt und bereits im Juni 2007 den Baubeschluss gefasst. Im Mai 2008 war Baubeginn und alles wurde termingerecht erledigt. „Wir haben sehr Gutes geschaffen“, zeigte sich die Oberbürgermeisterin überzeugt. 1,6 Millionen wurden für das Ludwig-Uhland-Gymnasium investiert und sie zeigte sich sicher, dass mit dem Tag der Einweihung ein ­Ende noch nicht abzusehen sei. Den Baumaßnahmen an den Schulen „hecheln wir hinterher, weil einst der Beschluss, ein drittes Gymnasium zu bauen, nicht gefasst wurde.“ Einen Schulbau bezeichnete Matt-Heidecker als „Investition in die Zukunft“.

Matthias Bankwitz sprach in seinen Grußworten von „gebautem Umweltschutz“. Sind doch die An- und Umbauten alle aus Holzfertigteilen – aus heimischen Wäldern – und das Holz bringe eine Wärme in die Räumen. Abschließend blieb für die Anwesenden genügend Zeit, sich in den neuen Räumen umzuschauen, in denen zahlreiche Schüler die neuen Möglichkeiten demonstrierten.