Lokales

"Neue Wege zuralten Tradition"

KIRCHHEIM Die Kirchheimer Familien-Bildungsstätte veranstaltet am Freitag, 16. September, um 19.30 Uhr einen Bildervortrag zu dem Thema "Neue Wege zu alten Traditionen" im Vortragssaal der Kirchheimer Stadtbücherei.

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Wer Tibet kennt, kennt meistens nur einen Teil des Landes, das frühere Zentraltibet, heute Autonome Region Tibet genannt. Weiter östlich sind Amdo und Kham gelegen, das frühere Osttibet. Die Menschen dort leben wie früher als Bauern und Nomaden. Doch früher gab es bei fast jeder Siedlung ein Kloster, in das jede Familie wenigstens ein Kind schickte. Die Klöster waren Zentren der Bildung. Darüber hinaus wurden Wissenschaften wie die tibetische Heilkunde und die Astrologie über Jahrhunderte entwickelt und angewandt.

Die Klöster haben heute ihre Funktion als Bildungseinrichtungen weitgehend verloren und der Fortbestand der Kultur ist in Gefahr, denn nur wenige Tibeter können noch in ihrer Sprache schreiben. Die Hochsprache der Schriften aber ist in einem Land, dessen Bewohner viele unterschiedliche Dialekte sprechen, besonders wichtig.

Die Hilfsorganisation "ROKPA" hat seit 1990 viele verschiedene Projekte in den unwegsamen Gebieten gegründet und gefördert. Damit wurde nicht nur den Menschen direkt geholfen, sondern auch ein Beitrag zur Unterstützung der Kultur in Tibet geleistet. Die Referentin zeichnet einen Weg durch einige Projekte. Sie steckt dabei die Nase in Klassenzimmer, Schulküchen, Schlafräume und Schulhöfe, in ein Umweltprojekt und in eine Klinik auf 4000 Meter Höhe.

Anmeldungen nimmt die Familien-Bildungsstätte Kirchheim unter der Rufnummer 0 70 21/92 00 10 oder persönlich entgegen. Zusätzlich ist eine Abendkasse eingerichtet.

pm