Lokales

Neues Denkmal

In Rudolfsgnad/Knicanin hat die zehnte Gedenkfeier an den Massengräbern stattgefunden. Gleichzeitig wurde das Denkmal auf dem Ortsfriedhof für die ersten etwa 3000 Opfer des "Civilni Logor Knicanin" eingeweiht.

KIRCHHEIM An der Feier nahmen rund 140 Personen teil, darunter Abgesandte der deutschen und österreichischen Botschaften aus Belgrad, von der Regierung der Vojvodina aus Neusatz/Novi Sad, Vertreter der Gemeindeverwaltung Betschkerek/Zrenjanin und die Vertreter vieler Vereine. Ebenfalls dabei war der Steinmetz Dragan Nikoloc aus Betschkerek/Zrenjanin, der die Stele aus spanischem Granit geschaffen hat. Große Freude herrschte über die Teilnahme des Bundesvorsitzenden Hans Supritz, dem es trotz vielfältiger Aufgaben gelungen ist, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen.

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Der Gottesdienst wurde von Erzdechant Jakob Pfeifer aus Hodschag gestaltet, der dem Verein Gedenkstätten Rudolfsgnad seit zehn Jahren getreu zur Seite steht und ein großes Lob auf die Knicaniner Bevölkerung und ihre Gastfreundschaft aussprach.

Nach der Einweihung des neuen Denkmals und den Kranzniederlegungen an den Massengräbern auf dem Friedhof und der Teletschka, fand die Veranstaltung wie üblich ihre Fortsetzung im ehemaligen Gasthaus Frank, dem heutigen Kulturni Dom, wo es ein vorzügliches Mittagessen gab. Anschließend trat eine Knicaniner Folkloregruppe in ihren schönen Trachten mit Tänzen auf und der Applaus zeigte, dass ihre Darbietungen großen Zuspruch fanden. Schließlich ging dann noch ein lang gehegter Wunsch der Jugendtanzgruppe in Erfüllung: Bundesvorsitzender Supritz lud die Gruppe für eine Woche nach Deutschland ein.

Professor Ziletic sprach über die ersten Gedenktafeln in Rudolfsgnad, die seine Gesellschaft bereits im Jahr 1998 aufgestellt hatte. Diese befinden sich in der Zwischenzeit im Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm. Er überreichte dem Vorsitzenden des Vereins Gedenkstätten Rudolfsgnad Lorenz Baron eine gerahmte Ehrenmitgliedsurkunde seiner Gesellschaft.

lb