Lokales

Neues Einsatzfahrzeug lässt Erspartes schrumpfen

Mehrheitlich sehr schwere Bergungen sowie Gleitschirm-unfälle als neuen Schwerpunkt brachten das letzte Jahr. Die Ersatzbeschaffung eines geländegängigen Einsatzfahrzeuges erforderte alle Kräfte.

DONNSTETTEN Bei einer Schneelage wie schon lange nicht mehr begrüßte der Bereitschaftsleiter Hans-Dieter Layh die Mitglieder als Gäste zur Hauptversammlung der Bereitschaft Lenninger Tal, auf der Rettungsstation in Römerstein Donnstetten. Er erinnerte an die verstorbenen Mitglieder mit einer Gedenkminute.

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Der technische Leiter Winter, Ralf Wurster führte für diesen Bereich 3466 Einsatzstunden auf. Es wurden fünf Erste-Hilfe-Leistungen und sechs Abtransporte (darunter ein Gleitschirmflieger) durchgeführt, weiter eine sehr schwierige Totenbergung am 1. Weihnachtstag, bei Schneefall und bis in die Nacht. Leider war auch ein Fehlalarm zu verzeichnen. Ein ausgebildeter Prüfling wurde zum Lehrgang in Oberstdorf begleitet. Auch eine Skiausfahrt wurde von seinem Stellvertreter Kurt Röck durchgeführt.

Der technische Leiter Sommer, Klaus Schmid listete 2364 Einsatzstunden auf, in denen drei Einsätze wegen Gleitschirmfliegern samt Bergung des Fluggerätes, Mitwirkung bei einer Höhlenrettung, eine Totenbergung sowie auch einen Verkehrsunfall, in denen Erste Hilfe geleistet wurde. Bei der erstmalig durchgeführten EuroDog, ein Internationales Meeting der Rettungshundestaffeln in Europa, wurden die Hundeführer durch die Bereitschaft mit der Bewältigung von felsigem Gelände vertraut gemacht.

Über die Fluktuation in der Jugendgruppe referierte der Jugendleiter Carsten Hoffmann ausführlich. Durch Übergang der Jugendlichen zu den Aktiven besteht die Gruppe momentan nur aus vier Mitgliedern. Im vergangenen Jahr wurden 429 Stunden gemeinsam absolviert und ein reichhaltiges Programm durchgeführt, unter anderem Ausfahrten ins Gebirge im Sommer und Winter.

Trotz der Einleitung: es war kein spektakuläres Jahr, konnte aus dem Bericht des Hüttenwartes, Andreas Höpfner, doch entnommen werden, dass umfangreiche Reparatur- und Wartungsarbeiten durchgeführt wurden, wie zum Beispiel die Erneuerung des Treppengeländers. Er bedankte sich für die Mithilfe der Mitglieder, besonders bei Michael Schott für die Betreuung der Heizanlage.

Der derzeitig noch bestehende Überschuss in der Kasse wird durch die Ersatzbeschaffung des neuen Rettungsfahrzeuges im Jahre 2005 wohl aufgebraucht sein, so der Kassierer Rolf Groh. Er gab einen Überblick über die Erwirtschaftung von Einnahmen aus Veranstaltungen, eigener Bewirtschaftung, Mitgliedsbeiträgen und den immer weniger werdenden Zuschüssen. Danach führte er die Ausgaben auf, welche durch die Ausbildung, Ausrüstung, Instandhaltung und Hüttenkosten sowie den größten Anteil daran, die Kraftfahrzeugkosten entstehen. Er dankt den Förderern und den, wenn auch wenigen, Spendern für ihre Unterstützung.

Kassenprüferin Andrea Besemer bescheinigte eine hervorragende und übersichtliche Kassenführung und stellte fest, dass einer Entlastung nichts im Wege stand. Die Versammlung erteilte im Anschluss das einstimmige Votum für die beiden Kassenprüfer, Andrea Besemer und Heinz Krautwasser, für die nächste Amtsperiode.

Einen zusammenfassenden Bericht für die Bereitschaft und seine eigene Arbeit gab der Bereitschaftsleiter Hans-Dieter Layh. Zum Status des Vereins führte er auf: 143 Förderer, 39 Aktive, davon vier Anwärter, die sich auf Prüfungen vorbereiten.

Die 36 Gruppenabende wurden weitgehend gut besucht und wurden, neben einigen nicht bergwachtspezifischen Vorträgen, überwiegend für Aus- und Fortbildung genützt. Zu den geleisteten Einsatzstunden der Bereitschaft von insgesamt 5830 Stunden ist zum ersten Mal auch eine Statistik der Bereitschaftsstunden erstellt worden, welche die erhebliche Summe von 7560 Stunden aufweist.

Daneben sind seine Aufwendungen sehr zeitraubend und er hofft, dass er auch im nächsten Jahr so viel Zeit erübrigen kann. Auch einige Veranstaltungen des Landesverbandes finden unter seiner und der Mitwirkung unserer Bereitschaft statt.

Großer Aufwand an Zeit und Geld war für die Beschaffung des neuen Fahrzeuges nötig, welches, so hofft man, man bald in Dienst nehmen kann. In diesem Zusammenhang zeigte er auf, dass durch die geringere Zuweisung von Mitteln der im Rettungsgesetz festgesetzte Zuschuss von 90 Prozent bei weitem nicht angewiesen wird. Ohne die Mitwirkung des Fahrzeugausschusses wäre dies nicht bewältigt worden. Sein besonderer Dank ging an seinen Stellvertreter Wilfried Besemer, an die Bergwacht-Landesleitung und den DRK-Kreisverein.

Bürgermeister Michael Donth bedankte sich im Namen der Gemeinde Römerstein für die Einladung und sprach seinen Dank für die geleistete Arbeit und Zusammenarbeit aus und stellte den Antrag auf Entlastung der Vorstandschaft. Nach der einstimmigen Entlastung wünschte er viel Glück für die weitere Zukunft.

Der stellvertretende Bergwacht-Landesleiter Jörg Braun übermittelte die Grüße des Landesleiters und bedankte sich auch für die gute Zusammenarbeit. Er gab einen kurzen Einblick in seine Arbeit und überreichte danach die Ehrenurkunden für langjährige Mitglieder.

Geehrt wurden, als aktive Mitglieder: Ute Wurster, für 10 Jahre Renate Ebner-Groh, für 25 Jahre Wilfried Besemer, für 25 Jahre; als Fördermitglieder: für 10 Jahre Anne Krautwasser und für 25 Jahre: Manfred Götz, Karl Kauffmann, Dieter Kromer, Werner Übele und Helmut Zoder.

Kreisbereitschaftsleiter Rolf Siebert überbrachte Grußworte des DRK-Kreisvereins. Er stellte sich als neuer Leiter vor und würdigte die Arbeit der Bereitschaft.

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