Lokales

Neues Team in Plochingen

Nichts geht mehr: Gegen diesen von Jens Bauer, dem Leiter des Plochinger Jugendhauses, vermittelten Eindruck, wehrt sich der Geschäftsführer des Kreisjugendrings Esslingen KJR, Kurt Spätling. Ein neues, tatkräftiges Team wird im Herbst neue Strukturen verwirklichen.

PLOCHINGEN Entgegen den Aussagen des Plochinger Jugendhausleiters, der die Jugendarbeit in der Neckarstadt vor dem Aus sieht, stellt Kurt Spätling klar, dass es keineswegs offen ist, wie es im September im Jugendzentrum in der Plochinger Wilhelmstraße weitergeht. "Die Weichen dafür sind rechtzeitig gestellt und die nötigen Vorarbeiten getroffen worden." Die neue Struktur von Angeboten verschiedener Träger werde von einem fast neuen und tatkräftigen Team entwickelt.

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In Plochingen sei eine sozialräumliche Vernetzung und eine größere Gemeinwesenorientierung unter Einbeziehung bürgerschaftlichen Engagements und eine lokale Mitwirkung an Bildungs- und Betreuungsangeboten beschlossen worden. "Dies wird hier gewissermaßen als Pilotprojekt umgesetzt," weist KJR-Geschäftsführer Kurt Spätling auf die Vorreiterrolle der Plochinger hin.

Erste Personalgespräche für die Neubesetzung der Stellen hätten schon stattgefunden, teilt der Geschäftsführer mit. Ende August soll im Personalausschuss die Entscheidung fallen. Neu werde dabei sein, dass sich künftig eine Fachkraft mit einem Stellenumfang von 50 Prozent ausschließlich und zusätzlich um das Thema "Übergang von der Schule in den Beruf" kümmert. Eine Einschränkung der offenen Jugendarbeit, wie sie Stadtjugendringleiter Jürgen Schroth befürchtet, sei nicht vorgesehen, so Kurt Spätling.

Im Moment macht Jugendhausleiter Jens Bauer nur noch die Stadtranderholung mit zweimal einer Woche betreuter Freizeit. Dann verabschiedet sich der Sozialpädagoge ins Aufbaustudium. Nach arbeitsrechtlichen Querelen mit dem Kreisjugendring (KJR) Esslingen einigten sich beide Seiten vor dem Arbeitsgericht auf einen Vergleich: "Eine dicke, fette Abfindung", sagt Bauer, habe er vom KJR erhalten. Der 38-Jährige verlässt das Jugendhaus und bildet sich im Aufbaustudium zum Wirtschaftsmediator weiter.

In dieser Situation und ohne hauptamtliche Kräfte gibt es heuer auch kein Kinderferienprogramm, denn auch der zweite Hauptamtliche, Rudi Berner, verlässt das Jugendhaus in die zweite Phase der Altersteilzeit. In den vergangenen drei Jahren hatte Berner jeweils zwei Wochen lang im Anschluss an die Stadtranderholung für Programm im Jugendzentrum gesorgt.

rum/ez