Lokales

Nicht befriedigend

Das Steueraufkommen steigt, im Land und in der Stadt: Zwei Millionen Euro mehr Gewerbesteuer

IRENE STRIFLER

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sind Grund zum Jubeln. Oder auch nicht, denn wer mehr hat, wird via Finanzausgleich verstärkt zur Kasse gebeten. Das mag gerecht sein. Oder auch nicht, denn die Umlagen fressen den Gewinn buchstäblich auf.

Wer gut wirtschaftet, spürt davon herzlich wenig. Die Mehreinnahmen in der Stadtkasse ermöglichen es keineswegs, das Füllhorn über die Kirchheimer Bürgerschaft auszuschütten. Im Gegenteil: Ersehnte Infrastrukturmaßnahmen werden gekürzt und geschoben.

Auch das Gewerbe, dem das Plus zu verdanken ist, kann sich nicht im Erfolg sonnen, sondern sollte sich auf neuerliche Belastungen gefasst machen. Denn die Stadt will und muss vorbauen. Im Gegensatz zu Berlin lässt sich im Schwabenländle nicht mit "sexy" Armut kokettieren. Kirchheim dreht daher an der einzig möglichen Schraube, der Gewerbesteuer. Dabei kann die Stadt mit diesen Mehreinnahmen nicht etwa große Sprünge machen. Sie versickern letztlich im Umlagensystem.

So ist der Haushaltsplan 2007 zwar bodenständig, aber für niemanden wirklich befriedigend.