Lokales

Niveauausgleich und Inseln

Heftige Erdbewegungen gibt es zurzeit im Zuge des Ausbaus der Landesstraße L 1207 zwischen Hohenreisach und der Kreuzung beim Freitagshof. Höhen und Kurven werden entschärft sowie weitere Maßnahmen zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer eingebaut.

IRIS HÄFNER

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KIRCHHEIM Den Fortschritt der Baustelle live miterleben können die Anlieger dank einer Ampelregelung. Fuhren sie zunächst auf einer Art Damm, wurden sie gestern kurzerhand tiefergelegt. "Die Straße wird im oberen Bereich zwischen einem halben und einem dreiviertel Meter tiefer", erklärt Thomas Odehnal vom Straßenbauamt. Demgegenüber wird sie im weiteren Streckenverlauf Richtung Wernau zwischen 1,5 und 2 Meter erhöht. Zudem soll auch die Kurvenführung weicher werden.

Wer derzeit über die gewalzte Straße läuft, wundert sich über die gewaltige Breite. "Das gibt keine Autobahn", verspricht der Fachmann. Nach dem Ausbau wird die L 1207 zur üblichen Landesstraßen-Breite ausgebaut und die Randstreifen wieder bepflanzt sein. Zudem gibt es einen kombinierten Fuß- und Radweg auf der Ostseite der Straße, auf dem auch landwirtschaftlicher Verkehr zugelassen ist.

Für ebenfalls mehr Verkehrssicherheit sollen die Baumaßnahmen im Bereich der Kreuzung am Hohenreisach beitragen. So ist beispielsweise eine Linksabbiegespur aus Richtung Wernau kommend geplant, ebenso eine Mittelinsel im weiteren Verlauf der Strecke nach der Kreuzung Hohenreisach in Richtung Kirchheim. Damit wird die Querung der L 1207 für Fußgänger und Radler, die aus oder in Richtung Ötlingen unterwegs sind, weitaus ungefährlicher, denn dies war bislang mehr oder weniger von Straßengraben zu Straßengraben möglich. Auch die Anliegerstraße Hohes Reisach erhält eine Mittelinsel, die ebenfalls der Sicherheit der nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer dient.

Da die Kreuzung beim Freitagshof ein Unfallschwerpunkt war, wird es dort einen Kreisverkehr geben. Voraussichtlich ab August wird dann auch dieser Bereich komplett für den Verkehr gesperrt sein.