Lokales

Noch in diesem Jahr ist Baustart

Anhörungsverfahren für S-Bahn nach Kirchheim abgeschlossen

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat das Anhörungsverfahren für die Verlängerung der S1 nach Kirchheim, Teilabschnitt Wernau – Wendlingen, abgeschlossen. Die abschließende Stellungnahme wurde dem Eisenbahn-Bundesamt als Planfeststellungsbehörde zugeleitet.

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Stuttgart. Regierungspräsident Johannes Schmalzl: „Mit der Verlängerung der S1 wird Kirchheim per S-Bahn direkt an Esslingen und Stuttgart angebunden. Auch Wendlingen und Wernau werden von der Erweiterung des Angebots erheblich profitieren. Ich bin überzeugt, dass künftig viele Autofahrer ihr Fahrzeug lieber in der Garage stehen lassen und auf die S-Bahn umsteigen.“

Die geplante Verlängerung der S-Bahn-Linie S1 über den heutigen Endbahnhof Plochingen hinaus bis nach Kirchheim beinhaltet Haltestellen in Wernau, Wendlingen und Kirchheim-Ötlingen. Träger der Maßnahme ist der Verband Region Stuttgart. Durch den geplanten Halbstundentakt, den Einsatz von modernen und klimatisierten Elektrotriebwagen und die Verkürzung der Fahrzeit sollen zusätzliche Fahrgäste gewonnen werden.

Der Abschnitt zwischen Wer­nau und Wendlingen umfasst neben der Elektrifizierung des Streckenabschnitts insbesondere den entsprechenden Umbau des Haltepunkts Wernau und des Bahnhofs Wendlingen.

Während des Anhörungsverfahrens für den jetzt abgeschlossenen Abschnitt waren fünf Einwendungen von Privatpersonen sowie rund 30 behördliche Stellungnahmen beim Regierungspräsidium eingegangen. Die Einwendungen richten sich in erster Linie gegen die geplanten Änderungen im Bereich der Bahnhofstraße in Wendlingen. Die Bahn hat die Einwendungen aufgegriffen und die Planung so verändert, dass die Zufahrtssituation zu den Grundstücken den Interessen der Anwohner jetzt wesentlich besser entgegenkommt. Das Eisenbahn-Bundesamt kann nun auf der Basis dieses Anhörungsberichts den Planfeststellungsbeschluss erlassen und damit die Genehmigung für dieses Vorhaben erteilen.

Die Baumaßnahmen der Bahn „S-Bahn Plochingen – Kirchheim“ erfordern Investitionen von rund 27 Millionen Euro und beanspruchen eine Bauzeit von rund eineinhalb Jahren. Bereits Mitte 2008 soll mit dem Bau begonnen werden. pm