Lokales

Nochmals Fachmann her

Die Dämmung der Außenwände im Kindergarten Seestraße ist unzureichend, sodass es teilweise über die Wintermonate zu Schimmelbildung gekommen ist. Durch das Freistellen der Ecken, lüften und verstärktes Heizen konnte der Schimmel beseitigt werden eine Schwachstelle ist aber durch die einfache Bauart weiterhin gegeben.

RUDOLF STÄBLER

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HOLZMADEN Diese Tatsache ist dem Gemeinderat schon geraume Zeit bekannt und hat bisher auch schon manche Sitzungsstunde "gekostet." So hat sich der Gemeinderat letztmals im März mit diesem Thema befasst. Damals erläuterte Diplom-Ingenieur Manfred Blessing dem Gremium die verschiedenen Sanierungsmöglichkeiten und wurde mit der Erarbeitung weiterer Einzelheiten zu den alternativen Möglichkeiten Innen- oder Außensanierung jeweils mit Kostenerhebung beauftragt.

Von Bürgermeister Jürgen Riehle wurden nunmehr die Alternativen und die Kosten vorgetragen. Für die "große Lösung" Außendämmung der kompletten Gebäudefassade, Austausch der Fenster, Umbau Eingangsbereich belaufen sich die geschätzten Kosten auf knapp über 144 000 Euro. Die "kleine" Lösung Innendämmung der beiden Räume im Untergeschoss, die vom Kindergarten benutzt werden würde sich auf etwa 13 000 Euro belaufen.

Aus Sicht der Verwaltung, so der Bürgermeister, kommt aus Kostengründen nur die Innendämmung der Außenwände der beiden Räume in Frage. Riehle: "Das Gebäude ist 40 Jahre alt und eine Renovierungsausgabe in der Größenordnung von rund 140 000 Euro ist unverhältnismäßig, zumal das Dach nach wie vor nicht gedämmt bliebe." Er nannte die kleine Lösung als vernünftigen Kompromiss. Im Haushalt seien für die Maßnahme 10 000 Euro bereitgestellt, die etwaigen restlichen Mittel müssten dann überplanmäßig zur Verfügung gestellt werden.

Gemeinderat Rolf Hauff schlug dagegen vor, einfach den Schimmel "wegzukratzen" und die Wände neu zu streichen. Im Übrigen könne man für 14 000 Euro lange heizen. Dann sollte das Ganze noch ein Jahr lang beobachtet werden. Gemeinderat Gert Hausschild vermutete, dass einige seiner Kollegen wegen der vorangegangenen schlechten Nachrichten im Finazzwischenbericht kalte Füße bekommen haben und plädierte dafür, die kleine Lösung durchzuziehen.

Gemeinderat Thiehoff schlug vor, Diplom-Ingenieur Blessing nochmals in die Sitzung einzuladen, um Fragen zu beantworten. Dem stimmte das Gremium dann auch zu.