Lokales

Nostalgischer Charme bezauberte die Fans



FLORIAN VOGT

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KIRCHHEIM Zahlreiche Interessierte hatten sich bereits zum Start der Rallye um 10.30 Uhr eingefunden. Sei es wegen der Technik, die in den Fahrzeugen steckt, sei es, um einfach etwas Rallye-Luft zu schnuppern, es war etwas geboten. Als dann auf dem Platz die Motoren zum Einlauf in die Startgasse gezündet wurden, lag eine gewisse Spannung in der Luft, nicht nur Schwermetalle. Mit ihrem nostalgischen Charme brachten die eleganten Prunkstücke Glanz auf die Straße.



Die Rallye war auf zwei Runden zu jeweils 60 Kilometer angesetzt. Traktoren hatten eine ungefähr auf die Hälfte reduzierte Distanz zurückzulegen. Über die Strecke waren mehrere Kontrollpunkte verteilt, welche die 71 Rallyeteilnehmer nacheinander anfahren mussten. Hier wurden verschiedene Prüfungen abverlangt, wobei die Fahrer ihr Können mit ihrem Gefährt demonstrieren konnten.



Die ersten Wertungspunkte wurden bereits am Start vergeben. Die betagten Gefährte sollten zunächst ordnungsgemäß gestartet werden, was den meisten gelang. Innerhalb einer halben Minute nach dem Anlassen galt es dann, die Strecke von 20 Metern abzufahren. Mancher Motor schaffte es hier, das Startfeld kurzfristig zu vernebeln. Abgasbestimmungen in diesem Sinne gab es anfang letztes Jahrhundert noch nicht...



Am Ende des Rallyetages wurde eine Vielzahl Pokale überreicht. Die Trophäen standen bei den meisten Fahrern jedoch nicht so sehr im Vordergrund, sondern vielmehr die Freude am Fahren und die Teilnahme an diesem Event.



Der Gesamtsieger war Holger Schaufler aus Holzmaden, der den Richard-Frech-Gedächtnispokal überreicht bekam, wie auch das Saurier-Team Holzmaden insgesamt die beste Mannschaft war. Den Fritz-Bosler-Mannschaftspokal gewann das Team KFV Kalteneck Holzgerlingen. Natürlich fuhren auch Frauen mit um den Sieg. In der Damenwertung hatte Barbara Lang die Nase vorn. Besonders nennenswerte Fahrzeuge waren ein Ford T Roadster, Baujahr1911, aus Schorndorf sowie ein Chevrolet National A-B, Baujahr 1928, aus Obertürkheim und ein Scott Flying Squirrel Motorrad aus Salzburg, Baujahr 1928. Den weitesten Anfahrtsweg unter den Teilnehmern hatte Walter Schrey aus Essen. Gustav Hübel ließ es sich mit 75 Jahren nicht nehmen, bei der Rallye mitzufahren. Er war dann auch der älteste Teilnehmer.

Prunkstücke wie diesen Dukati gab es am Sonntag ausreichend zu bewundern.