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NOTZINGEN Geht es in den Gemeinderatssitzungen ...

NOTZINGEN Geht es in den Gemeinderatssitzungen nicht selten um trockene Verwaltungsangelegenheiten, so sorgen hin

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IRIS HÄFNER

und wieder vermeintlich harmlose Tagesordnungpunkte für munteren Diskussionsstoff. So geschehen in der jüngsten Sitzung des Notzinger Gemeinderates, als zum x-ten Mal die Beratung bezüglich des Umbaus der Gemeindehalle anstand. Damit bei kleineren Feiern nicht zehn verschiedene Sorten von Halbe-, Weizen- oder Weingläsern, Kuchengabeln und Kaffeelöffeln in Umlauf sind, schlug Bürgermeister Flogaus vor, 60 Exemplare jeweils einer Sorte anzuschaffen und plötzlich drehte sich dann alles ums "Henkelgläsle".

"Bitte keine Henkelgläser, das ist nicht mehr zeitgemäß", warf Herbert Hiller ein. Es gebe genügend Anlässe, wie beispielsweie Hochzeitsfeiern, wo das schnöde Glas nicht passend sei. Daraufhin wurden die Argumente ausgetauscht und geklärt, an welche Art von Weinglas alternativ gedacht ist, wobei in regelmäßigen Abständen das Stichwort "Henkelgläsle" fiel.

"Weingläser mit einem Stil sind nicht praktisch. Wo bringe ich sie unter und wie viel gehen beim Spülen zu Bruch", gab der Schultes zu bedenken. Ihm gehe es einfach darum, 60 Weizenbiergläser und so weiter vorrätig zu haben. An 250 Henkelgläsern habe er genauso wenig Interesse. Auch die Bemerkung von Georg Frank "en Schwob drenkt sein Trollinger aus am Henkelglas" überzeugte die Verfechter der vornehmeren Variante ebenso wenig wie der Einwurf, dass Hochzeitsgesellschaften beim Getränkehändler edlere Gläser anfordern können. "Für manche Veranstaltungen ist ein Henkelglas okay, aber es gehört ein anderes Glas her", sagte Barbara Ziegler.

Schließlich wurde der strittige Punkt Gläser vertagt, die Verwaltung soll nun Angebote einholen. Ein Kaffeenachmittag kann dagegen schon eher stattfinden. Die jeweils 60 Kuchengabeln und Teelöffel sind akzeptiert.