Lokales

Notzingen prüft den Spitzenreiter

KIRCHHEIM Der TSV Jesingen erwartet in den heimischen Lehen-äckern den FC Uhingen mit seinem Trainer Jürgen Schorstädt. Und die SGEH muss bei den "Hexenbannern" in Wolfschlugen antreten.

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Stefan Haußmann, Trainer des TSV Notzingen, kommt Mitte nächster Woche von den Flitterwochen aus Kuba zurück. So coacht am Sonntag noch einmal Wolfgang Schäfer das Team vom Eichert. Der 51-Jährige, auch Vorstand des Gesamtvereins, war schon von jeher mit Leib und Seele ein Fußballer. Auch seine beiden 19-jährigen Jungs Ingo und Fabian sind dabei, sich einen Stammplatz im Bezirksliga-Team zu ergattern. Der Interims-Coach vor dem Spiel in Dürnau: "Ein Punkt wäre super." Schäfer ist ehrgeizig: "Aus den drei Begegnungen ohne Stefan habe ich mir sieben Punkte zum Limit gesetzt." Bei einem Remis wäre das Soll erfüllt.



Dass der GSV Dürnau ganz vorne in der Tabelle steht, ist zumindest für die "Experten" keine Überraschung. Trotzdem ist Trainer Alexander Hübbe noch nicht ganz zufrieden mit seiner Mannschaft: "Wir haben noch nicht das erreicht, was ich mir vorstelle." Der Weilheimer sieht noch Schwächen im Spielaufbau und im taktischen Bereich. "Das war in den Vorbereitungsspielen wesentlich besser", so der Übungsleiter in der Kornberggemeinde. Hübbe vor der Begegnung gegen Notzingen: "Das wird ein interessantes Spiel."



Beim TSV Jesingen ist die Stimmung mal wieder im Keller. Ganz wie die Tabellensituation. Doch am Straßenfest am letzten Wochenende wurde der Frust hinunter gespült. Trainer Klaus Müller: "Ich erwarte eine Trotzreaktion nach den letzten beiden Niederlagen. Die Mannschaft muss 90 Minuten dagegen halten." Durch unglückliche Urlaubsplanungen einiger Leistungsträger fehlt jetzt einfach noch die Spielpraxis. Schmerzlich vermisst beim TSV wird Markus Stolz. Der hat sich mit seinen 33 Jahren in die zweite Mannschaft zurückgezogen. Überragender Spieler ist derzeit Victor Oster im Abwehrzentrum. Müller: "Solch ein Spielertyp fehlt mir noch im Mittelfeld." Heiko Blocher, der auch vielseitig einsetzbar ist, wird dringend in der Offensive benötigt. Zwei mickrige Tore in vier Spielen sind der beste Beweis. Tobias Schweiger (20) und Stefan Reim (21), den beiden Jesinger Eigengewächsen, fehlt in der Bezirksliga einfach noch etwas die Routine. Und die Neuzugänge Engin Hanedar (27) und Marco De Azevedo (23/TSV Ötlingen) haben bisher auch noch nichts gerissen. Müller: "Egal wie, aber wir brauchen gegen den FC Uhingen ein Erfolgserlebnis."



Das Team aus dem Filstal ist nach der 0:4-Heimschlappe gegen den FV Neuhausen auch etwas lädiert. Coach Jürgen Schorstädt: "Das Spiel war eine Katastrophe in allen Mannschaftsteilen." Es war bereits die zweite Heimniederlage für den FCU. Schorstädt: "Auswärts tun wir uns immer etwas leichter." An die Gastspiele in den Lehenäckern haben die Uhinger gute Erinnerungen. Schorstädt: "Meine Spieler freuen sich, dass sie auf einem so guten Rasen spielen dürfen." Und der Übungsleiter hofft dabei auch, dass sich seine Mannschaft rehabilitiert. Für den TSV hat der Ex-VfL-Sportleiter noch einen guten Spruch für das angekratzte Selbstvertrauen parat: "Jesingen ist besser als der derzeitige Tabellenplatz. Beide Teams haben in etwa das gleiche Niveau."



Die SGEH konnte zumindest tabellarisch mit Platz zwölf in fünf Spielen die Erwartungen noch nicht erfüllen. Trotzdem spielt die Mannschaft (fast) immer ganz ordentlich. Am Sonntag gastiert das Team von der Berghalbinsel beim TSV Wolfschlugen. Die "Hexenbanner" sind eine unberechenbare Mannschaft. Immerhin hat das Trainer-Duo Steffen Fischer und Stefan Reichenbach bisher mit zehn Punkten fast schon das Optimale aus der Mannschaft herausgekitzelt. Trotzdem hofft die SGEH, mit einem Sieg auf der Herdhau sich etwas ins Mittelfeld abzusetzen