Lokales

Nürtingen im Programm

Die baden-württembergische Landesregierung hat gestern das Krankenhausbauprogramm 2005 mit einem Gesamtvolumen von 164,3 Millionen Euro beschlossen. Aufgenommen wurde auch der 96 Millionen Euro teure Klinikneubau in Nürtingen.

FRANK HOFFMANN

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KREIS ESSLINGEN Für Esslingens Landrat Heinz Eininger ist mit der Aufnahme des Neubaus auf dem Nürtinger Säer ins Bauprogramm "ein wichtiges Etappenziel" erreicht. "Damit geht das Projekt in die Realisierungsphase", freut sich Eininger über den zügigen Fortschritt des Vorhabens, das voll im Zeitplan liege. Im kommenden Jahr soll mit dem Bau begonnen werden, sodass 2010 das neue Krankenhaus seinen Betrieb aufnehmen könnte.

Im nächsten Schritt, so Landrat Eininger, gehe es jetzt darum, in den Verhandlungen mit dem Sozialministerium die genaue Fördersumme festzuzurren. Im Moment geht die Kreisverwaltung von 96 Millionen Euro Gesamtkosten und einem Landeszuschuss in Höhe von knapp 66 Millionen Euro aus. Der Kreis müsste dann 21 Millionen schultern, den Rest soll die Klinik erwirtschaften.

Auch am Standort Kirchheim des Klinikums Kirchheim-Nürtingen wird investiert: Insgesamt rund 20 Millionen Euro werden in den neuen Bettentrakt und den Umbau des bestehenden Gebäudes gesteckt. Das Stuttgarter Sozialministerium hat auf Grund älterer Planungen bereits 5,6 Millionen Euro Zuschuss für die Baumaßnahmen in Kirchheim genehmigt.

Angesichts der inzwischen gestiegenen Kosten hofft Krankenhausdirektor Siegfried Schmid, diesen Betrag im Laufe der anstehenden Verhandlungen noch in die Höhe schrauben zu können. Läuft alles nach Plan, rücken auch in Kirchheim 2006 die Bagger an.

Insgesamt stellt die Landesregierung in diesem Jahr für die Sanierung, Modernisierung und den Neubau von 15 Kliniken im Land 164,3 Millionen Euro bereit, erklärte Sozialministerin Tanja Gönner gestern in Stuttgart. Trotz zu erwartender Einschnitte bei den Fördermitteln bewege sich damit das Programmvolumen auf dem Niveau der Vorjahre.

Mit der Krankenhausplanung und der Förderung von Investitionsvorhaben, so Gönner, verfüge das Land über ein effektives Steuerungsinstrument, dazu beizutragen, das Krankenhauswesen auf die Zukunft gerichtet modern und qualifiziert weiterzuentwickeln: "Wir werden einerseits den Prozess der Strukturanpassung und -optimierung konstruktiv begleiten. Gleichzeitig können wir einen Kahlschlag in der Fläche verhindern und so auch künftig eine landesweit flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung sicherstellen", so Tanja Gönner.