Lokales

Nur "Unfällchen" gemeldet

Am gestrigen Tag hatte sie kräftig geschüttelt. Frau Holle schlug zu und damit war eigentlich das morgendliche Verkehrschaos vorprogrammiert. Doch weit gefehlt. Entweder haben sich die Autofahrer auf die Situation glänzend eingestellt, oder lag es einfach daran, dass der morgendliche Berufsverkehr durch die Ferienzeit einfach nicht stattfand?

KIRCHHEIM Auch ein Anruf bei der Pressestelle der Polizeidirektion Esslingen brachte keine Staus oder sonstige größere Behinderungen hervor. Die zuständige Pressesprecherin bei der Esslinger Polizei, Christine Menyhart sprach von zwei bis drei "Unfällchen" und auch bei den Steigen im Landkreis gab es keine Probleme. Aus eigener Erfahrung konnte sie berichten, dass ihr bei ihrer Fahrt zur Dienststelle kaum ein Auto begegnet sei. Zum Glück, denn an einem normalen Werktag hätte die Situation wohl anders ausgesehen. Jetzt zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel genießen sehr viele Arbeitnehmer einige freie Tage und müssen nicht unbedingt in ihr Auto steigen.

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"Unrühmliche" Ausnahme war ein Unfall am Mittwochmorgen auf der BAB 8. Sachschaden von rund 83 000 Euro entstand dabei. Ein 50-jähriger Lastwagenfahrer hatte auf einem abschüssigen Teilstück im Bereich der Anschlussstelle Wendlingen auf der schneeglatten Fahrbahn die Gewalt über seinen Truck verloren. Zu hohe Geschwindigkeit spielte dafür wohl eine entscheidende Rolle. Das Gefährt schleuderte in der Folge von der rechten Fahrspur über die komplette Fahrbahnbreite und durchbrach die Mittelleitplanke. Bei diesem Aufprall wurde der Kraftstofftank des Lasters aufgerissen. Rund 200 Liter Diesel ergossen sich auf die Autobahn. Ein Teil des Sprits sickerte über einen Spalt der Neckarbrücke in darunter liegendes Erdreich. Während die Feuerwehren aus Ostfildern und Wendlingen, die mit acht Fahrzeugen und 34 Mann ausgerückt waren, damit beschäftigt waren, den ausgelaufenen Kraftstoff aufzufangen, galt es für die übrigen Einsatzkräfte den Truck zu bergen. Für die Dauer der Bergung musste die Autobahn in Richtung München gegen 6.30 Uhr für rund 15 Minuten voll gesperrt werden. "Starker Schneefall behindert Flugverkehr" lautet eine entsprechende Pressemitteilung des Stuttgarter Flughafens. Die starken Schneefälle in der Nacht und während des gesamten gestrigen Tages führten auf dem Airport zu Verspätungen.

Ski und Rodel gutDer Schneefall der letzten Tage malte auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb eine Wintermärchenlandschaft und sorgte für ausgezeichnete Wintersportverhältnisse. "Schön viel Schnee" gibt's überall auf der Alb, vom Randecker Maar bis zum Salzwinkel und natürlich auch in Westerheim. Auf rund 30 Zentimeter hat Frau Holle die weiße Pracht anwachsen lassen, und es könnte in dieser Woche noch einiges dazukommen. Die Liftbesitzer jedenfalls freuen sich über die prompte Bedienung in den Weihnachtsferien und lassen am Randecker Maar, an der Pfulb, in Donnstetten, im Salzwinkel und in Westerheim die Schlepplifte laufen. Ideal sind die Bedingungen auch, um an den Hängen den neuen Schlitten oder Bob zu testen. Und wer ein Paar nagelneue Langlaufski unter dem Christbaum vorfand, kommt jetzt oben auf der Albhochfläche auf seine Kosten.

rum/stä